EA Sports FC 27 ist ab heute, dem 25. September 2026, weltweit erhältlich. Für Millionen Fußballfans beginnt damit offiziell die neue Saison der früher als FIFA bekannten Spielereihe. Der Start fällt allerdings keineswegs uneingeschränkt positiv aus: Während EA mit The Grounds einen der größten neuen Modi seit Jahren eingeführt und Karriere sowie Ultimate Team deutlich erweitert hat, fallen die ersten Nutzerbewertungen auf Steam nur gemischt aus. Kurz vor dem regulären Release musste EA außerdem bereits mit einem ersten Update nachbessern.
Spieler der Ultimate Edition und Ultimate Plus Edition konnten bereits seit dem 18. September loslegen. Mit dem heutigen Release der Standard Edition steht EA Sports FC 27 nun aber der breiten Spielerschaft zur Verfügung. EA bestätigt den weltweiten Veröffentlichungstermin für den 25. September.
Erschienen ist das Fußballspiel für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S sowie Nintendo Switch und Nintendo Switch 2.
EA Sports FC 27 startet auf Steam nur mit „Ausgeglichen“
Der vielleicht auffälligste Punkt zum Launch ist die Stimmung der PC-Spieler.
Die Steam-Rezensionen stehen aktuell lediglich auf „Ausgeglichen“. Zum Zeitpunkt unserer Abfrage waren 59 Prozent von 855 englischsprachigen Nutzerbewertungen positiv.
Die Zahl verändert sich derzeit allerdings schnell. Eine frühere Momentaufnahme am heutigen Morgen lag sogar nur bei 56 Prozent Zustimmung.
Damit startet eines der größten Sportspiele des Jahres mit einem durchaus gespaltenen ersten Stimmungsbild.
Das bedeutet allerdings nicht, dass FC 27 generell schlecht aufgenommen wird. Die frühen Pressebewertungen fallen teilweise deutlich positiver aus. Gleichzeitig zeigen die Steam-Rezensionen, dass ein Teil der zahlenden PC-Spieler mit Technik und Gameplay noch nicht zufrieden ist.
Gerade zum Launch dürfte sich die Bewertung in den kommenden Tagen noch deutlich verändern, wenn die Zahl der Spieler und Rezensionen steigt.
The Grounds ist die größte Neuerung in FC 27
Das wichtigste neue Feature ist The Grounds.
EA beschreibt den Modus als offenen Fußball-Spielplatz, auf dem sich bis zu 100 Spieler bewegen können. Die Welt besteht aus mehreren Bezirken, die von Fußballkulturen in Großbritannien, Frankreich und Argentinien inspiriert sind.
Dabei geht es nicht nur um klassische Elf-gegen-Elf-Partien.
Spieler können sich mit Freunden treffen, ihren eigenen Profi weiterentwickeln und unterschiedliche Spielvarianten ausprobieren. Von kleineren Freizeitmatches und 1-gegen-1-Duellen bis zum klassischen Clubs-Spiel soll The Grounds wesentlich mehr soziale Möglichkeiten bieten als der bisherige Clubs-Modus.
Für die Reihe ist das durchaus ein großer Schritt. Während sich viele Neuerungen der vergangenen Jahre hauptsächlich innerhalb bestehender Menüs und Modi abspielten, versucht EA diesmal, eine tatsächlich begehbare soziale Umgebung zu etablieren.
The Grounds steht allerdings nur auf PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2 zur Verfügung. Besitzer der älteren Konsolengeneration müssen auf den Modus verzichten.
Auch der Karrieremodus wurde deutlich erweitert
Für Spieler, die mit Ultimate Team wenig anfangen können, ist der überarbeitete Karrieremodus möglicherweise sogar interessanter.
EA hat unter anderem den Transfermarkt neu gestaltet. Verhandlungen sollen dynamischer ablaufen und die KI bei Transfers realistischer reagieren.
Eine der größeren Neuerungen sind die Live-Management-Creator-Challenges.
Damit können Spieler eigene Karriere-Szenarien erstellen und anschließend mit der Community teilen.
Möglich sind beispielsweise Vorgaben zur Schwierigkeit, zu bestimmten Teams, Jugendspielern, Scouting oder Punktabzügen. Andere Spieler können diese Herausforderungen anschließend über einen Share-Code aufrufen.
Das könnte dem Karrieremodus langfristig deutlich mehr Abwechslung geben, weil neue Szenarien nicht ausschließlich von EA erstellt werden müssen.
Ultimate Team bleibt natürlich ein zentraler Bestandteil
Auch Football Ultimate Team wurde erweitert.
Neu ist unter anderem die FUT-Galerie, in der Spieler besondere Karten beziehungsweise ihre persönliche Sammlung präsentieren und weiterentwickeln können.
Hinzu kommen neue Hall-of-FUT-Spieler, eine zentrale Kampagnenübersicht und weitere Anpassungen bei Evolutions und Squad Building Challenges.
Am grundsätzlichen Modell ändert sich allerdings wenig: Ultimate Team bleibt weiterhin einer der wichtigsten Live-Service-Bestandteile von EA Sports FC und enthält Ingame-Käufe inklusive zufallsbasierter Inhalte.
EA musste schon vor dem regulären Release nachpatchen
Ganz reibungslos verlief der Early Access nicht.
Bereits am 23. September veröffentlichte EA Version 1.0.1.
Der Patch behebt unter anderem einen Fehler in Ultimate Team, durch den Teile der Benutzeroberfläche nicht mehr reagieren konnten.
Auch The Grounds erhielt mehrere Korrekturen. Spieler konnten teilweise trotz entsprechender Fähigkeiten keine Fünf-Sterne-Skill-Moves ausführen. Außerdem gab es Probleme beim Hot Join und in einigen Ligaspielen unerwartet hohe Ping-Werte.
Zusätzlich wurden kleinere Gameplay-Anpassungen vorgenommen.
Dass bereits während des Early Access ein Patch erscheint, ist bei einem derart großen Online-Spiel nicht ungewöhnlich. Gleichzeitig erklärt es zumindest teilweise, warum einige frühe Nutzerbewertungen kritischer ausfallen.
Technisch sollte die PC-Version eigentlich einen Schritt nach vorne machen
Gerade auf dem PC hatte EA vor dem Release zahlreiche Verbesserungen angekündigt.
Der Startvorgang wurde überarbeitet und soll auf einigen Systemen deutlich schneller ablaufen. Dazu kommen neue Performance- und Balanced-Grafikmodi sowie High- und Ultra-Presets, die bei entsprechender Hardware auf hohe Frameraten ausgelegt sind.
Umso interessanter ist die derzeit nur durchschnittliche Steam-Bewertung.
Ob sich daran nach den ersten Updates etwas ändert, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Wochen sein.
Das neue „FIFA“ beginnt seine eigentliche Bewährungsprobe erst heute
Für EA beginnt mit dem heutigen Standard-Release letztlich erst der entscheidende Teil des Starts.
Der Early Access bestand hauptsächlich aus besonders engagierten Spielern, die bereit waren, eine teurere Edition zu kaufen. Ab heute kommt die wesentlich größere Masse hinzu.
Inhaltlich gehört FC 27 durchaus zu den ambitionierteren Teilen der vergangenen Jahre. The Grounds bringt einen komplett neuen Schwerpunkt, die Karriere bekommt umfangreichere Community-Funktionen und auch Ultimate Team wurde weiter ausgebaut.
Der Start zeigt aber auch das bekannte Problem großer jährlicher Sportspiele: Neue Funktionen müssen gleichzeitig mit komplexer Online-Infrastruktur, zahlreichen Plattformen und Millionen Spielern funktionieren.
EA Sports FC 27 ist damit heute offiziell da – aber von einem uneingeschränkt gelungenen Start kann zumindest auf Steam noch keine Rede sein. Während ein Teil der Community die Neuerungen begrüßt, zeigen die derzeit gemischten Bewertungen, dass EA in den kommenden Wochen noch einiges zu tun haben dürfte.

