Tundra Esports bleibt in der Dota-2-Saison 2025-2026 das Maß der Dinge. Im Grand Final der DreamLeague Season 28 setzte sich das Team mit 3:1 gegen Aurora Gaming durch und holte damit den nächsten Tier-1-Titel. Neben dem Prestige bringt der Triumph vor allem wichtige ESL-Pro-Tour-Punkte – und damit Rückenwind im Rennen Richtung Esports World Cup 2026.
Der Weg ins Finale: Konstanz gegen Cinderella-Run
DreamLeague Season 28 lief vom 16. Februar bis 1. März 2026 online in Europa und hatte 16 Teams sowie ein Gesamtpreisgeld von 1.000.000 US-Dollar. Tundra kam als direkter Invite ins Feld, während Aurora erst spät über den Division-2-Weg nachrücken musste – und dann überraschend stabil durch das Turnier marschierte.
In den Gruppenphasen zeigten beide Teams bereits, dass sie hier nicht nur mitspielen, sondern die Pace vorgeben wollen: Aurora legte früh die Bestmarke hin, Tundra blieb über alle Phasen hinweg der „zweite Motor“ im Feld – konstant genug, um sich den Upper-Bracket-Weg zu sichern. Spätestens als Tundra im Upper-Bracket-Finale Team Liquid ohne Mapverlust aus dem Weg räumte, war klar: Wer den Titel will, muss an ihnen vorbei.
Aurora wiederum spielte sich über das Lower Bracket in die Serie – inklusive starkem Finish gegen Liquid im Lower-Bracket-Finale. Das Finale war damit nicht „Favorit gegen Außenseiter“, sondern eher: Favorit gegen Team mit maximalem Momentum.
Grand Final: 3:1 – und ein Game 4, das Aurora fast kippt
Tundra startete brutal kontrolliert in die Serie. Game 1 ging nach 41 Minuten mit deutlicher Kill- und Map-Kontrolle an Tundra – bzm und Pure setzten dabei früh das Tempo. Game 2 wurde dann zum Statement: ein schnelles, klares 2:0 in der Serie, in dem Aurora kaum Luft bekam.
Aurora reagierte im dritten Spiel genau so, wie man es von einem Team erwartet, das sich über das Lower Bracket hochgekämpft hat: Draft mutiger, Execution aggressiver – Ergebnis: ein dominanter Sieg und der Anschluss zum 2:1.
Das Drama steckte in Game 4. Aurora hielt lange die Goldführung und brachte Tundra in ein ungewohnt zähes Spiel. Doch genau hier machte sich Tundras Erfahrung bemerkbar: kein Overcommit, keine Panik – und im entscheidenden Moment übernahm bzm die Kontrolle und schloss die Serie ab. 3:1, Titel gesichert.
Preisgeld, Punkte, Signalwirkung: Warum dieser Sieg doppelt zählt
Mit dem Gewinn der DreamLeague Season 28 nimmt Tundra nicht nur das Top-Preisgeld mit, sondern sammelt auch einen dicken Batzen ESL Pro Tour Punkte – ein Faktor, der im weiteren Saisonverlauf massiv über Einladungen, Seeding und letztlich auch über die EWC-Qualifikation mitentscheidet. Außerdem gibt es im EPT-System zusätzlich zur Platzierungsprämie eine Club Reward-Komponente, die für Orgs spürbar ist.
Für Aurora bleibt trotz Niederlage ein klares Ausrufezeichen: Der Run aus dem Lower Bracket war kein Zufall, sondern strukturiert – und zeigt, dass dieses Team im aktuellen Pool mehr ist als „ein guter Tag“.
Was in den letzten 12 Stunden zusätzlich wichtig war
- Die Einordnung des Finals: Mehrere Berichte betonen Tundras Status als konstantestes Team der Saison und heben besonders Game 4 als entscheidenden Bruchmoment hervor.
- Der Blick nach vorn: Nach DreamLeague ist vor dem nächsten Tier-1-Block. Im Kalender steht bereits das nächste große Event – und damit die nächste EPT-Chance.
Ausblick: Nächster Stop PGL Wallachia Season 7
Für Tundra (und mehrere direkte Konkurrenten) geht es als Nächstes Richtung PGL Wallachia Season 7 in Bukarest, die Anfang/Mitte März startet. Das Turnier ist der nächste Härtetest im eng getakteten EPT-Rennen – und nach dem DreamLeague-Titel reist Tundra mit maximaler Schlagzahl an.


