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DreamLeague Season 28: Tundra schlägt Aurora 3:1 und setzt im Finale das nächste Ausrufezeichen

fragster Andrea März 2, 2026

Tundra Esports bleibt in der Dota-2-Saison 2025-2026 das Maß der Dinge. Im Grand Final der DreamLeague Season 28 setzte sich das Team mit 3:1 gegen Aurora Gaming durch und holte damit den nächsten Tier-1-Titel. Neben dem Prestige bringt der Triumph vor allem wichtige ESL-Pro-Tour-Punkte – und damit Rückenwind im Rennen Richtung Esports World Cup 2026.

Der Weg ins Finale: Konstanz gegen Cinderella-Run

DreamLeague Season 28 lief vom 16. Februar bis 1. März 2026 online in Europa und hatte 16 Teams sowie ein Gesamtpreisgeld von 1.000.000 US-Dollar. Tundra kam als direkter Invite ins Feld, während Aurora erst spät über den Division-2-Weg nachrücken musste – und dann überraschend stabil durch das Turnier marschierte.

In den Gruppenphasen zeigten beide Teams bereits, dass sie hier nicht nur mitspielen, sondern die Pace vorgeben wollen: Aurora legte früh die Bestmarke hin, Tundra blieb über alle Phasen hinweg der „zweite Motor“ im Feld – konstant genug, um sich den Upper-Bracket-Weg zu sichern. Spätestens als Tundra im Upper-Bracket-Finale Team Liquid ohne Mapverlust aus dem Weg räumte, war klar: Wer den Titel will, muss an ihnen vorbei.

Aurora wiederum spielte sich über das Lower Bracket in die Serie – inklusive starkem Finish gegen Liquid im Lower-Bracket-Finale. Das Finale war damit nicht „Favorit gegen Außenseiter“, sondern eher: Favorit gegen Team mit maximalem Momentum.

Grand Final: 3:1 – und ein Game 4, das Aurora fast kippt

Tundra startete brutal kontrolliert in die Serie. Game 1 ging nach 41 Minuten mit deutlicher Kill- und Map-Kontrolle an Tundra – bzm und Pure setzten dabei früh das Tempo. Game 2 wurde dann zum Statement: ein schnelles, klares 2:0 in der Serie, in dem Aurora kaum Luft bekam.

Aurora reagierte im dritten Spiel genau so, wie man es von einem Team erwartet, das sich über das Lower Bracket hochgekämpft hat: Draft mutiger, Execution aggressiver – Ergebnis: ein dominanter Sieg und der Anschluss zum 2:1.

Das Drama steckte in Game 4. Aurora hielt lange die Goldführung und brachte Tundra in ein ungewohnt zähes Spiel. Doch genau hier machte sich Tundras Erfahrung bemerkbar: kein Overcommit, keine Panik – und im entscheidenden Moment übernahm bzm die Kontrolle und schloss die Serie ab. 3:1, Titel gesichert.

Preisgeld, Punkte, Signalwirkung: Warum dieser Sieg doppelt zählt

Mit dem Gewinn der DreamLeague Season 28 nimmt Tundra nicht nur das Top-Preisgeld mit, sondern sammelt auch einen dicken Batzen ESL Pro Tour Punkte – ein Faktor, der im weiteren Saisonverlauf massiv über Einladungen, Seeding und letztlich auch über die EWC-Qualifikation mitentscheidet. Außerdem gibt es im EPT-System zusätzlich zur Platzierungsprämie eine Club Reward-Komponente, die für Orgs spürbar ist.

Für Aurora bleibt trotz Niederlage ein klares Ausrufezeichen: Der Run aus dem Lower Bracket war kein Zufall, sondern strukturiert – und zeigt, dass dieses Team im aktuellen Pool mehr ist als „ein guter Tag“.

Was in den letzten 12 Stunden zusätzlich wichtig war

  • Die Einordnung des Finals: Mehrere Berichte betonen Tundras Status als konstantestes Team der Saison und heben besonders Game 4 als entscheidenden Bruchmoment hervor.
  • Der Blick nach vorn: Nach DreamLeague ist vor dem nächsten Tier-1-Block. Im Kalender steht bereits das nächste große Event – und damit die nächste EPT-Chance.

Ausblick: Nächster Stop PGL Wallachia Season 7

Für Tundra (und mehrere direkte Konkurrenten) geht es als Nächstes Richtung PGL Wallachia Season 7 in Bukarest, die Anfang/Mitte März startet. Das Turnier ist der nächste Härtetest im eng getakteten EPT-Rennen – und nach dem DreamLeague-Titel reist Tundra mit maximaler Schlagzahl an.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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