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fragstereditorial | November 19, 2021

Dota 2 – Sperre wegen Matchfixing von 3 Spieler aufgehoben

Nach einem Massen-Bann wegen Matchfixing wurden jetzt die lebenslangen Sperren von drei Spielern wieder aufgehoben. Am Anfang des Jahres gab es einen Zwischenfall von Matchfixing in der Lower Division der nordamerikanischen Dota Pro Circuits Season 2.

Zuerst gab es nur Gerüchte auf Reddit, die sich aber schnell verfestigten und dann später von Valve und den Organisatoren, BeyondTheSummit untersucht wurden. Dabei wurden die beiden Teams Wind and Rain und Pecado Squad Gaming für schuldig befunden und auf Lebenszeit gesperrt. Insgesamt waren 10 Spieler betroffen, die nie wieder an Events von BeyondTheSummit oder Valve teilnehmen durften.

Niemand glaubte ihnen

Einige der Spieler protestierten und behaupteten mit dem Matchfixing nichts zu tun gehabt zu haben, aber keiner hörte auf sie, weil man schon damit rechnete, dass einige Spieler diese Sperre nicht einfach so hinnehmen würden. Danach wurde es erstmal ruhig um die zwei Team und man hörte so gut wie nichts mehr von ihnen.

Aber ein halbes Jahr später sieht die Situation für drei Spieler jetzt wieder ganz anders aus, denn sie sind wieder entbannt worden. Bei den Spielern handelt es sich um zwei Spieler von Wind and Rain; Chad “Szabo666” Szabo und Ilyas “Steel-_-Borco” Kaukenov, sowie P1 von Pecado Squad Gaming.

Am 17. November twitterte James “NeeNaw” Neener, der leitenden BeyondTheSummit-Administrator für den Dota Pro Circiuit in Nordamerika folgendes: “Von den zehn ursprünglich gesperrten Spielern haben sich drei als unschuldig herausgestellt. Dazu gehören Chad “Szabo666” Szabo und Ilyas “Steel-_-Borco” Kaukenov von WaR und P1 von Pecado Squad Gaming. Das Urteil über die anderen sieben bleibt unverändert.”

Nichts Neues in der Dota Szene

Matchfixing ist in Dota nichts Neues und kommt nach wie vor ziemlich oft vor, vor allem unter den Tier 1 Rängen. Obwohl ein Bann von Valve das sichere Aus für jede Spielerkarriere ist, wird trotzdem noch Matchfixing betrieben, denn oft ist ein Gewinn und ein dicker Batzen Geld einfach zu verlockend, vor allem für junge Spieler.

Auch wenn Matchfixing in Dota wahrscheinlich nicht so schnell ausgerottet werden kann, besteht die Hoffnung, dass es mit der Entwicklung der Tier-2-Szene und mehr Unterstützung für die unbekannteren Spieler nicht mehr so viele Fälle von Matchfixing geben wird. Aber das steht noch in den Sternen.

Trotzdem ist es sicher eine große Erleichterung für die drei Spieler, die ihren Namen klären konnten und bei dem kommenden NA Dota Pro Circuit wieder antreten dürfen. Es bleibt die Frage offen, ob die unschuldigen Spieler nicht eventuell für ihren Ausfall und die falschen Beschuldigungen und die Schuldsprechung irgendwie entschädigt werden sollten, aber momentan sind die drei wahrscheinlich einfach nur glücklich, wieder zurück in der Szene zu sein.