T1 hat sich erneut auf der internationalen Bühne zurückgemeldet – nach einem eher durchschnittlichen Frühjahrs-Split in der LCK 2025 spielt das Team bei der MSI 2025 in absoluter Topform. Der Traditionsverein steht nur noch ein Match vom Finaleinzug entfernt – und könnte dort auf den Rivalen Gen.G treffen.
In der League-Community ist längst vom sogenannten „international buff“ die Rede: Auch wenn T1 national nicht immer glänzt, zeigt das Team bei Welt-Events regelmäßig seine beste Seite. Wir wollten wissen, was dahintersteckt – und haben mit Top-Laner Choi „Doran“ Hyeon-joon gesprochen.
„Internationale Turniere sind kurz – man muss die Meta sofort verstehen“
Im Interview mit Dot Esports erklärte Doran:
„Internationale Turniere laufen immer über eine sehr kurze Zeitspanne. Deshalb ist es extrem wichtig, die Meta schnell zu durchschauen. Und ich glaube, unser Team ist besonders gut darin, eine Tier-Liste zu erstellen, die unsere individuellen Stärken in den Mittelpunkt stellt.“
Dieses Feingefühl für die aktuelle Meta sei laut Doran ein entscheidender Vorteil – vor allem auf internationaler Bühne, wo Adaptionsfähigkeit über Sieg oder Niederlage entscheidet. Besonders in Formaten mit Fearless Draft, bei denen kein Champion zweimal gepickt werden darf, ist die Tiefe im Championpool von enormer Bedeutung – ein Bereich, in dem T1s Spieler traditionell glänzen.
Wenn’s zählt, ist T1 da – auch wenn der Weg holprig war
T1 ist eines der erfolgreichsten Teams der League of Legends-Geschichte: Fünf Weltmeistertitel, zwei MSI-Titel und nahezu permanente Präsenz in internationalen Playoffs sprechen eine klare Sprache. Auch wenn der LCK Spring Split 2025 mit durchwachsenen Leistungen verlief, zeigte sich das Team pünktlich zum MSI wieder in Topform.
Im Halbfinale der MSI 2025 unterlag T1 denkbar knapp mit 2:3 gegen Gen.G – jenes Gen.G, das zuvor mit einem perfekten 18-0 Rekord durch den LCK-Split marschiert war. Doch noch ist nichts verloren: T1 bekommt gegen Anybody’s Legend eine zweite Chance, um erneut ins Finale einzuziehen – und Gen.G möglicherweise doch noch den MSI-Doppeltitel zu entreißen.
T1s Erfolgsformel bleibt simpel – Fokus, Anpassung und Selbstvertrauen
Was T1 von anderen Teams unterscheidet, lässt sich laut Doran auf einen simplen Nenner bringen:
„Wir bleiben unserer Spielweise treu, auch wenn sich alles um uns herum ändert.“
Mit einem erfahrenen Coaching-Staff, einem tiefen Verständnis für die Meta und Spielern, die auch unter Druck ihre Komfort-Champions beherrschen, bleibt T1 eines der gefährlichsten Teams auf der internationalen Bühne – unabhängig vom Formtief im heimischen Wettbewerb.
Das nächste Kapitel? Vielleicht die Revanche gegen Gen.G im MSI-Finale. Und ein weiterer Schritt in der beispiellosen Erfolgsgeschichte von T1.
