Die besten Spieler bei Masters Reykjavik

Nach dem dominanten Siegeszug der Sentinels schockt es wohl keinen, dass Tyson “TenZ” Ngo das Leaderboard des Events dominiert. Liquid und Fnatic sind ebenfalls mit ihren großen Leistungsträgern vertreten.

Dafür, dass X10 so früh ausgeschieden sind, haben sich Itthirit “foxz” Ngamsaard und Patiphan “Patiphan” Chaiwong besonders gut geschlagen. Die beiden liefen mit hohen Average Combat Scores auf und waren sogar stärker als so manche Finalteilnehmer. Trotzdem führen die üblichen Verdächtigen das Leaderboard an. Adil “ScreaM” Benrlitom hält sich schon seit über einem Jahr als einer der individuell stärksten Spieler an der europäischen Spitze. Selbst wenn sein Team keine hohen Platzierungen erreichen kann, läuft er trotzdem noch zur Höchstform auf. Bei den Masters Reykjavik hatte er einen starken ACS von 265 und eine überragende 190er ADR – der höchste Wert im ganzen Turnier!

Dafür konnte er aber nur einen von insgesamt 21 Clutch-Versuchen gewinnen. In dieser Kategorie hat Nikita “Derke” Sirmitev ihm eindeutig den Rang abgelaufen. Der Finne absolvierte ganze sechs Clutches für fnatic. Obendrauf hatte er die meisten Eröffnungs-Kills beim ganzen Event und übertraf den zweitbesten Spieler um fast das doppelte. Auf dem Leaderboard steht er an dritter Stelle. Als der große Leistungsträger für sein Team und der einzige Spieler im Finale, der TenZ auch nur ansatzweise das Wasser reichen konnte, hat er sich das auch redlich verdient.

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TenZ bei den Masters Reykjavik (via Dexerto)

TENZ: DER BESTE SPIELER DER WELT

Schon vor Masters Reykjavik stand der junge Amerikaner im Gespräch als eines der größten VALORANT-Talente auf dem Globus. Sein dominantes Spiel in Nordamerika machte bereits Schlagzeilen in Europa und jeder wartete darauf, ihn endlich bei einem LAN-Event zu erleben. Die Vorstellungen der Fans wurden bestätigt und er war in der Lage, sich mit jedem anderen Profi aus Europa zu messen.

TenZ hatte den höchst Combat Score (289.4), die höchste KD (1.48) und die meisten Kills pro Runde (1.02). Der einzige Grund, warum er bei der Gesamtzahl an Kills nicht ebenfalls dominiert hat, ist, dass Sentinels kaum Matches ausspielen mussten. Schließlich zogen er und sein Team ohne Probleme durch das Upper Bracket durch. Sogar im Finale gaben sie keine einzige Map ab!

Der Kanadier wurde erst kürzlich für teures Geld von Cloud9 rübertransferiert. Dass in einem so jungen Esport bereits siebenstellige Ablosesummen gezahlt werden, ist beachtlich. Aber nachdem Masters mehr als eine Millionen gleichzeitige Zuschauer hatte, scheint der Preis gar nicht so abwegig. TenZ ist momentan nun einmal der beste Spieler der Welt – und nach Masters weiß die Welt auch Bescheid.

Nun muss sich zeigen, ob die großen Leistungsträger aus Reykjavik auch weiterhin so stark bleiben können. Bei den Stage 3 Masters in Berlin werden wir die verschiedenen Regionen wieder aufeinander treffen sehen. Bis dahin steht TenZ unangefochten an der Spitze und wenn er seine Leistungen beibehält, wird er das auch noch lange bleiben.