Die 5 besten Esports Verdiener 2019

Die Esports-Szene ist für viele nicht mehr wegzudenken. Überall auf der Welt begeistern die großen Esports Events Millionen von Fans und unzählige Amateur-Gamer zocken rund um den Erdball mit großer Begeisterung. Inzwischen ist das Gaming geradezu zu einer eigenen Kunst und Kultur geworden.

In der Esport-Szene gibt es mittlerweile zahlreiche Ligen, in denen den Teilnehmern der Gewinn hoher Preisgelder winkt. Kein Wunder also, dass der Esport-Bereich auch für Wetten äußerst beliebt ist und es unter den Spielern wahre Stars gibt. Die Stars der Esport-Szene sind nicht nur die weltweit besten Gamer, sondern auch echte Großverdiener mit Einnahmen von mehreren Millionen Dollar.

Wir wollen die 5 besten Esport Verdiener 2019 ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Wer gehört zu den 5 besten Spielern, was verdienen sie und wer sind sie überhaupt? Das sind nur einige der dringendsten Fragen, die sich jeder echte Esport-Fan stellen mag.

Die großen Stars der EsportSzene und nicht zuletzt die spannenden Events machen Esport natürlich überaus attraktiv, sodass viele sich selbst einmal als Gamer versuchen möchten, um dann vielleicht die Chance zu haben sich in diesem Geschäft zu etablieren. Auch hier wollen wir uns einmal anschauen, wie man selber als Gamer Geld verdienen kann.

Esports ist schon lange keine Randsportart mehr

Viele glauben, dass Esport eine noch sehr junge Szene ist. Und tatsächlich trifft man überwiegend auf junge Fans und junge Spieler. Doch dieser erste Eindruck täuscht, denn Wettkämpfe am PC oder an der Konsole gibt es schon seit Jahrzehnten.

Bereits in den 50er-Jahren legten die ersten Videospiele den Grundstein zur heutigen Esports Szene. Im Jahr 1958 entstand das erste Game für mehrere Spieler. Mit „Tennis fort wo“ konnten erstmals zwei Spieler gegeneinander antreten und einen Ball über ein Netz schlagen. Viele sehen „Tennis for two“ daher als Beginn des Esports.

Das erste digitale Computerspiel war „Spacewar“. Das Weltraumspiel wurde bereits 1962 von Steve Russel zusammen mit einigen Kollegen entwickelt. Aber erst am 19. Oktober 1972 wurde mit den „Intergalactic-Spacewar-Olympics“ das erste Esport Turnier ausgetragen.

Spacewar

Spacewar! Eines der ersten Mehrspieler-Computerspiele.

Zur damaligen Zeit war eSport aber nur einem begrenzten Personenkreis vorbehalten. So wurde das Gaming nur an Universitäten und anderen Einrichtungen, die über die entsprechenden technischen Geräte verfügten, betrieben. „Spacewar“ zählt übrigens bis heute zu den 10 wichtigsten Computerspielen aller Zeiten.

Im Jahr 1972 gab es dann mit der „Magnavox Odyssey“ die erste Spielekonsole, die an einen Fernseher anschließbar war. Schon bald nach der Einführung der „Magnavox Odyssey“ entstanden die ersten Spielhallen. Damit konnte zum ersten Mal auch die breite Bevölkerung an Automaten spielen. Das Spielen erhielt aber erst den Wettbewerbscharakter, nachdem High-Score-Listen eingeführt wurden.

Magnavox Odyssey

Magnavox Odyssey Photo: Taner Muhlis Karaguzel / Stockfoto-Nummer: 1092563384

Wirklich große eSports Turniere gab es aber erst ab 1980. Damals wurde mit dem „Space Invaders Championships“ das erste Großturnier veranstaltet. Mehr als 10 000 Gamer beteiligten sich an dem Wettbewerb.

In den 90er Jahren wurde eSports dann endgültig für die breite Masse interessant. Das nötige technische Equipment zog endgültig in die Haushalte ein und Nintendo war einer der Vorreiter in Bezug auf die Austragung regelrechter Wettkämpfe. Nintendo veranstaltete dann 1990 die „Nintendo World Championships“ in den USA.

Doch erst die Entwicklung immer leistungsstärkerer und auch für die breite Bevölkerung günstigerer PCs machte eSport massentauglich und zu einem Magnet für die Spieleindustrie. Ab Mitte der 90er Jahre befeuerten immer mehr große LAN-Partys und viele kleine Netzwerksessions diese Entwicklung.

Aus diesen Treffen entwickelten sich schließlich die Clans und die immer größer werdende Vernetzung der Gamer führte letztendlich zu einer weltweiten Vernetzung. So fanden dann auch im Jahr 2000 die ersten „World Cyber Games in Seoul statt.

Heute hat sich eSports weltweit in fast allen Ländern als ein Milliardenmarkt etabliert, der Gamer, Fans und Investoren gleichermaßen anzieht. Die Zahl der jährlichen Veranstaltungen steigt ebenso wie die Preisgelder bei den Top-Events und die eSports Szene boomt.

Die beliebtesten Esport Spiele

Mittlerweile boomt die Esports Szene so wie kaum eine andere Branche. Kein Wunder also, dass immer mehr Sportvereine ihre eigenen Teams gründen, die sich dann mit ihren Konkurrenten auf regionaler, nationaler oder internationaler Ebene messen und in verschiedenen Disziplinen gegeneinander spielen.

Unter den Disziplinen sind insbesondere Echtzeit-Strategiespiele, Shooter und Sportsimulationen vertreten. In jeder dieser drei Hauptdisziplinen gibt es inzwischen unzählige Videospiele.

Um eine Rangliste der beliebtesten Esport Spiele zu ermitteln, spielen insbesondere die vielen tausenden von Amateur-Gamer und Fans des Esports eine große Rolle. Daher wurde die folgende Rangliste vom Online-Streaming-Dienst Twitch anhand der Einschaltzeiten ermittelt. Twitch gilt gleichermaßen als die wichtigste Übertragungsplattform für Esports Turniere und private Streamer.

Platz 10

Platz 10 erreichte im Jahr 2019 das Kampfspiel Mortal Combat. Im April 2019 wurde bereits die elfte Fortsetzung der Spiele-Serie veröffentlicht.

Platz 9

Apex Legends belegt den 9. Platz. Auch dieses Game gehört zur Gruppe der Kampfspiele.

Platz 8

World of Warcraft gehört schon zu den älteren, aber dennoch überaus bekannten Strategiespielen. Auch wenn World of Warcraft mittlerweile in seiner Beliebtheit gesunken ist, erreichte der Klassiker immer noch den 8. Platz unter den Top-Games.

Platz 7

Platz 7 erreichte der Mehrspieler-Shooter Players Unknown Battleground. Dieses Game gibt es seit 2017.

Platz 6

Bei Counter-Strike: Global Offensive spielen auf einer begrenzten Karte zwei Teams gegeneinander. Inzwischen gibt es schon das vierte Spiel der CS: GO Serie, die unter den beliebtesten Spiele 2019 den 6. Platz belegte.

Platz 5

Das Online-Sammelkartenspiel Hearthstone erreichte in der Top 10 den 5. Platz.

Platz 4

Overwatch ist ein Egoshooter für mehrere Spieler und landete auf Platz 4 der beliebtesten Spiele 2019.

Platz 3

Bei Dota2 spielen zwei Teams gegeneinander und müssen dabei einen Helden durch eine fiktive Welt steuern. Dota 2 landete 2019 auf dem 3. Platz der Top-Spiele.

Platz 2

Auf Platz 2 landete das Echtzeit-Strategiespiel League of Legends. League of Lengends ist ein echter Dauerbrenner unter den Spielen und begeistert schon seit 2009 die Gamer weltweit.

Platz 1

2019 konnte sich Fortnite den 1. Platz unter den Top-Spielen sichern. Der Shooter konnte die meisten Gamer begeistern und erreichte die längste Einschaltzeit auf Twitch.

Spiele, die im Esport unterstützt werden

Mittlerweile ist es nicht schwer Sportwetten im Esport zu finden. Nahezu jeder größere Anbieter zählt auch den Esport zu seinem Portfolio. Bei vielen Sportwettenanbietern können auch Wetten für Turniere abgegeben werden, die nicht ganz so populär sind. Doch die bekanntesten Spiele auf die Wetten abgegeben werden sind:

  • LoL (Leage of Legends)
  • Dota 2
  • CS: GO (Counter-Strike)
  • Starcraft 2
  • Hearthstone

Gerade zu Beginn mag es für Einsteiger in die Esports Wettszene nicht einfach sein erfolgreich Wetten abzugeben. Doch meist reicht es schon aus, wenn man sich zunächst einmal einen ersten Eindruck und Überblick über die verschiedenen Disziplinen verschafft, indem man sich entsprechende Turniere vor der ersten Wettabgabe eine Weile anschaut.

Die besten und bestverdienenden Spieler im Esport

Ähnlich wie beim Fußball gibt es in der Esport-Szene natürlich auch Spieler und Teams, die aus der Menge der Gamer herausragen. Der Bereich Esport ist mittlerweile so beliebt und verbreitet, dass es längst richtige Stars unter den Spielern gibt.

Durch die Bekanntheit und Beliebtheit des Esports herrscht inzwischen auch längst kein Mangel an Sponsoren mehr. Investoren und Sponsoren haben längst erkannt, dass Esport ein Milliardengewerbe ist und die Unterstützung der Szene für die eigene Marke ein kaum zu toppendes Werbemagnet ist.

Entsprechend hoch sind bei Top-Events inzwischen auch die Preisgelder. Ein Top-Spieler ist dem entsprechend nicht nur sehr beliebt und bekannt bei den Fans, sondern kann sich auch über enorme Einnahmen freuen und unbesorgt in die Zukunft schauen.

Auf dem 5. Platz – Lasse Aukusti Urpalainen (Matumbaman)

Lasse Aukusti Urpalainen ist unter seinem Pseudonym „Matumbaman“ in der Esport Szene eigentlich jedem ein Begriff. Geboren wurde er am 3. März 1995 in Finnland. Er gehörte von 2015 bis 2019 dem eSports Clan Team Liquid an. Dort spielte er in der Disziplin Dota 2 lange Jahre in der ersten Reihe.

Im Jahr 2017 holte er zusammen mit seinem Team The International den Weltmeistertitel. Kurz vor dem Ende seiner Spielzeit im Team Liquid wurde er durch Aliwi Omar (w33) ersetzt und musste auf der Ersatzbank sitzen.

Im Juni 2019 wechselte er dann zum Chaos Esports Club. Mit Gesamteinnahmen aus dem eSport von 3.505.116 US-Dollar belegt Lasse Aukusti Urpalainen den 5. Platz unter den bestbezahlten eSport Stars.

Auf dem 4. Platz – Ivan Borislavov Ivanov (MinD_ContRoL)

Unter dem Online-Pseudonym “MinD_ContRoL” konnte sich Ivan Borislavov Ivanov bislang stolze 3.521.441 US-Dollar erspielen. Der Bulgare, Jahrgang 1995, begann seine Spielerkarriere im Jahr 2014 beim Team Vast Cast in der Kategorie Dota 2. Im selben Jahr wurde das Team von Aftershock Gaming unter Vertrag genommen. Doch schon 5 Monate nach der Übernahme verließ “MinD_ContRoL“ das Team.

“MinD_ContRoL“ arbeitete fortan zunächst  als Free Agent für verschiedene Teams, wie zum Beispiel Oslik Gaming und schloss sich dann dem Team Liquid an. Zusammen mit Team Liquid konnte er einige Erfolge erreichen.

Inzwischen spielt er für das Team Nigma, welches aus ehemaligen Mitgliedern von Team Liquid neu gegründet wurde. Mit diesem Kader erreichte er im größten Dota 2 Turnier 2019, The International 2019, den zweiten Platz.

Im Laufe seiner Karriere konnte Ivan Borislavov Ivanov „MinD_ContRoL“ so einige Erfolg verbuchen und sich damit unter den 5 bestverdienenden Spielern im eSport seinen Platz 4 sichern.

Auf dem 3. Platz – Amer Al-Barqawi (Miracle)

Amer Al-Barqawi erspielte sich unter seinem Pseudonym „Miracle“ den dritten Platz unter den eSports Spielern mit dem höchsten Verdienst. Der polnisch-jordanische Spieler wurde 1997 geboren. Auch er spielt Dota 2 und übernimmt dabei die Rolle des Core.

Zusammen mit Team Liquid gewann „Miracle“ The International 2017. In der Zeit von 2015 bis 2017 war Team Liquid eines der erfolgreichsten, wenn nicht überhaupt das erfolgreichste Team in der Kategorie Dota. In diesem Zeitraum haben sie fast jedes große Turnier gewonnen und „Miracle“ war immer mit dabei.

Genau wie „MinD_ContRoL“ gehört „Miracel“ seit 2019 dem neu gegründeten Team Nigma an und belegte im The International 2019 zusammen mit seinem neuen Team den 2. Platz.

Im Laufe seiner Spielerkarriere konnte sich „Miracle“ Gesamteinnahmen von 3.730.337 US-Dollar erspielen.

Auf dem 2. Platz – Johan Sundstein (N0tail)

Der dänische eSportler Johan „N0tail“ Sundstein kann bereits auf eine lange Karriere als Gamer zurückblicken. Der 1993 geborene „N0tail“ spielte bereits als Kind MOBA-Spiele, unter anderem auch Defense of the Ancients. Im Jahr 2009 wechselte er zu Heroes of Newerth. Damit begann seine Karriere als professioneller eSport Spieler.

2012 wechselte er zusammen mit seinem Team das Game und damit begann seine Dota 2 Karriere. In der Zeit von 2012 bis 2015 spielte er für fnatic, Team Secret und schließlich für Cloud 9.

2015 gründete „N0tail“ mit OG sein eigenes Team und konnte mit diesem einige Siege einfahren. 2018 und 2019 gewann das Team OG und damit auch „N0tail“ das wichtigste Turnier in der Rubrik Dota 2 „The International“.

Johan „N0tail“ Sundstein erzielte mit dem eSport bislang Gesamteinnahmen in Höhe von 3.752.056 US-Dollar und belegt damit den 2. Platz unter den besten eSports Verdienern.

Auf dem 1. Platz – Kuro Salehi Takhasomi (KuroKy)

Kuro Salehi Takhasomi (KuroKy)

Kuro Salehi Takhasomi (KuroKy)

Der deutsche Dota 2-Spieler Kuro „KuroKy“ Salehi Takhasomi spielte sein erstes eSports Turnier bereits mit 16 Jahren. Zum ersten Mal mit Dota 2 aufgetreten ist der iranischstämmige „KuroKy“ mit seinem damaligen Team Gosugamers.net anlässlich einer Game-Vorstellung auf der Gamescom im Rahmen des The International 2011.

Bei diesem Debut kam er jedoch nicht über die Gruppenphase hinaus. Auch im Folgejahr war er nicht besonders erfolgreich und nur als Ersatzspieler für das Team Mousesports mit dabei. Erst nach dem Turnier konnte er sich einen Stammplatz im Team erobern.

Die ersten großen Erfolge für „KuroKy“ stellten sich erst nach dem Wechsel ins Team Na´Vi im Jahr 2013 ein. Schon im selben Jahr wurde er mit seinem neuen Team Zweiter im The International 2013.

„KuroKy“ verließ Na`Vi im Jahr 2014 und wechselte zum damals neu gegründeten Team Secret. Bereits im August 2015 stand der nächste Wechsel an. „KuroKy“ spielte fortan für das Team 5Jungsz.

Kurz darauf wurde das Team 5Jungsz von Team Liquid verpflichtet. Als Kapitän von Team Liquid konnte er 2017 gemeinsam mit seinem Team The International 2017 gewinnen. Ende 2019 gründete „KuroKy“ zusammen mit seinen Teamkollegen das neue Team Nigma.

Im Laufe seiner eSports Karriere konnte Kuro „KuroKy“ Salehi Takhasomi sich Gesamteinnahmen von 4.165.927 US-Dollar erspielen. Damit belegt er Platz 1 und gilt als der eSports Spieler mit dem höchsten Verdienst.

Welche Voraussetzungen muss ein Pro-Gamer mitbringen?

Zocken ist für viele ein riesen Spaß, von dem sie nie genug kriegen können. Schaut man sich dazu noch den Bekanntheitsgrad, die Beliebtheit bei den Fans und vor allem die Einnahmen der Profis und darunter insbesondere der Stars an, ist nur zu verständlich, dass manch einer von der großen eSports Karriere träumt.

Doch für die Pro-Gamer ist das Zocken der tägliche Alltag und vor allem auch harte Arbeit. Ähnlich wie bei jeder anderen Sportart kommt der Erfolg und auch das Geld nicht von alleine. Der Weg zum Pro-Gamer ist also nicht einfach. Offen ist er jedoch grundsätzlich für jeden.

Die Grundvoraussetzungen

Das Wichtigste vorab: Eine offizielle Ausbildung zum Pro-Gamer gibt es nicht. Auch ein spezieller Schulabschluss ist nicht notwendig, um im eSport eine Profikarriere zu starten.

Dafür gibt es aber ein paar Grundvoraussetzungen, die erfüllt werden müssen und ohne die eine Karriere im eSport einfach unmöglich ist. Letztendlich muss also jeder Pro-Gamer seinen Weg vom Amateur zum Profi alleine finden und gehen.

Talent

Wie bei jeder sportlichen Disziplin kommen auch beim eSport nur diejenigen ganz nach oben, die dafür auch gewisses Grundtalente mitbringen, denn nicht jeder hat das Talent ein guter eSportler zu werden. Ohne jedes Gefühl für Taktik und die richtige Mischung aus Vorsicht und Mut und Risikobereitschaft, ohne Geschicklichkeit und Teamfähigkeit wird es schwer ein guter Pro-Gamer zu werden.

Ehrgeiz und Ausdauer

Neben dem nötigen Talent braucht ein Profi-Gamer natürlich auch Ehrgeiz. Wem es egal ist, ob er ein Spiel gewinnt oder verliert, sollte sich besser ein anderes Ziel suchen.

Ehrgeiz ist oftmals mit Ausdauer eng verbunden. Ohne Ehrgeiz ist es nahezu unmöglich eine gewisse Ausdauer zu entwickeln. Ein Pro-Gamer muss täglich viele Stunden spielen. Das ist anstrengend und mitunter nur mit viel Ehrgeiz, Disziplin und Ausdauer zu schaffen.

Zwischen Hobby und Profi-Gaming besteht vor allem in diesem Punkt ein großer Unterschied. Ein Hobby-Gamer kann jederzeit sein Spiel unterbrechen. Wenn er einmal keine Lust aufs Zocken hat, lässt er es eben sein. Ein Pro-Gamer kann das nicht.

Gute Reflexe und eine gute Koordination

Außer diesen Talenten benötigt ein Gamer zudem ausgesprochen gute Reflexe. Ebenso wichtig ist eine gute Koordination. Dabei spielt beim Gaming insbesondere die Koordination zwischen Augen und Händen eine große Rolle.

Eine gute Konzentrationsfähigkeit

Auch eine sehr gute Konzentrationsfähigkeit ist ein Talent, das jeder Pro-Gamer mitbringen muss. Wer nicht in der Lage ist sich über Stunden hinweg auf das Spiel zu konzentrieren, hat kaum Chancen ein gutes Spiel zu machen, oder gar zu gewinnen.

Taktisches Denken

Bei jedem Spiel ist taktisches Denken ein wesentlicher Bestandteil, um erfolgreich zu sein. Ein Gamer, dem jegliches taktische Denken fremd ist, wird garantiert nicht zu den Siegern gehören und schnell die Lust verlieren.

Teamfähigkeit

Im eSport dreht sich alles um Teams. Ein Pro-Gamer muss daher eine ausgeprägte Teamfähigkeit mitbringen. Das heißt nicht, dass Individualität, Durchsetzungsfähigkeit und Führungsqualitäten nicht gefragt sind.

Ein guter Teamplayer fügt sich gut in ein Team ein, kann dabei aber trotzdem seine Individualität voll ausspielen. Wer dazu auch noch durchsetzungsfähig ist und gute Führungsqualitäten besitzt, kann damit sogar zum Teamführer, Trainer oder Coach werden.

Der Weg zum eSportler

Wer das Zocken zum Beruf machen möchte, muss vor allem eines tun – viel trainieren. Professionelle Gamer trainieren täglich bis zu zwölf Stunden. Nur so können sie ihre Fähigkeiten verbessern. Doch das Training eines professionelle eSportler umfasst nicht nur das Spielen vor dem Monitor.

Fallen’s Team gewinnt 2017, Photo: Roman Kosolapov: Stockfoto-Nummer: 755213008

Mit zum Training gehören immer wieder Meetings mit dem Team. Dabei werden zum Beispiel bestimmte Taktiken besprochen, sich auf eine Taktik geeinigt und vieles mehr. Damit die Pro-Gamer auch wirklich jede Sekunde nutzen können, wohnen sogar viele Teams zusammen. So wird das gemeinsame Training wesentlich einfacher.

Bevor aber ein richtiges Training beginnen kann, sollte das Gaming schon einige Jahre als regelmäßiges Hobby betrieben werden. Wer ernsthaft eine Profi-Karriere anstrebt, muss sich natürlich schon im Vorfeld bestens mit dem Gaming auskennen und entsprechende Spiel-Erfahrungen gesammelt haben.

Vor Beginn eines intensiven Trainingsprogramms ist es zudem notwendig, sich auf ein bestimmtes Spiel festzulegen und zu konzentrieren. Ein Pro-Gamer muss sein Spiel in- und auswendig kennen. Wer sich, gerade am Anfang, auf mehrere Spiele gleichzeitig konzentriert, verzettelt sich schnell und hat bei jedem Spiel nur begrenzte Kenntnisse.

Im nächsten Schritt sollte ein fester Spielpartner gesucht und gefunden werden. Optimal ist es, wenn der Spielpartner besser ist als der Trainingsanfänger. So wird automatisch ein Trainingseffekt erzielt, indem der Neuling vom Besseren lernt. Das funktioniert aber auch bei zwei ähnlich starken Trainingspartnern gut. Der eine kann vom anderen auch dann lernen, denn jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Auch das regelmäßige Anschauen von Spielen der besten Gamer gehört zu einem guten Trainingsprogramm. Wer regelmäßig die Spiele der Top-Gamer verfolgt, kann allein durch das aufmerksame Zuschauen davon lernen. Gut ist es auch die Spiele gemeinsam mit dem Trainingspartner zu verfolgen. Vier Augen sehen mehr als zwei, die Trainingspartner können sich über das Gesehene austauschen und so einen größeren Lernerfolg erzielen.

Ganz wichtig ist bei allen Trainingsversuchen Ausdauer und Zielstrebigkeit. Auch ein Pro-Gamer hat nicht gleichermaßen jeden Tag Lust auf das Training. Ähnlich ist das natürlich auch, wenn erstmalig mit einem ernsthaften Training begonnen wird. Doch auch wenn einmal die Lust zum Training fehlt, muss dieses durchgeführt werden. Wer dann schon in seiner Ausdauer und Disziplin einknickt, hat kaum eine Chance je einmal zum Profi zu werden.

Die Teilnahme an Rangspielen

Wer ein solches intensives Training durchhält, wird schon bald merken, dass sich die Ausdauer und Disziplin auf die eigene Leistung schnell auswirken. Ist dann der Punkt erreicht, dass man sich wirklich fit und sicher im gewählten Spiel fühlt, kann der nächste Schritt auf dem Weg zum Pro-Gamer in Angriff genommen werden.

Dieser Schritt besteht in der Teilnahme an Rangspielen, mit dem Ziel in der internen Rangliste aufzusteigen. Zudem können sich begabte Spieler in der Amateur-Liga der ESL anmelden. Dort können sie mit guten Leistungen gut auf sich aufmerksam machen. Mit etwas Glück und Geduld erfolgt vielleicht schon bald eine Einladung eines Scouts oder Teamleiters zu einem Probetraining.

Als Pro-Gamer im eSport Geld verdienen

Wer die nötige Ausdauer und den nötigen Ehrgeiz mitbringt und den langen und schwierigen Weg vom Amateur zum Profi bis hierhin durchhält, kann durchaus einen der so begehrten Plätze in einem eSports Team erlangen.

Ist dieser Schritt geschafft, ist damit auch der Sprung vom Amateur zum Profi geschafft. Als Teammitglied eines eSports Teams erhält man auf jeden Fall ein festes Monatsgehalt. Die Gehaltshöhe hängt von der Spielklasse ab. Doch wer weiterhin am Ball bleibt, regelmäßig trainiert und den festen Willen dazu hat, sich stetig zu verbessern, kann ab dann auch seinen Lebensunterhalt vom Spielen finanzieren.

Durch die erfolgreiche Teilnahme an eSports Turnieren kann das regelmäßige Gehalt erheblich aufgebessert werden. ESL und andere internationale Veranstalter richten immer mehr große Turniere aus.

Für Investoren und Sponsoren ist der eSport inzwischen überaus attraktiv. Das hat zur Folge, dass auch die Preisgelder bei Turnieren stetig wachsen. Inzwischen werden jährlich über 20 Millionen US-Dollar an Preisgeldern vergeben und das wirkt sich enorm auf die Einnahmen der Top-Gamer aus.

Schlusswort

Wohl kaum jemand hätte in den Anfangszeiten des Gaming je gedacht, dass eSport eine so große Anziehungskraft auf Gamer und Fans in der ganzen Welt ausüben könnte. Die eSports Szene ist gleichermaßen ein Magnet für Gamer, Investoren und Sponsoren und für ein immer größer werdendes Heer an Fans und Amateur-Gamern. Kein Wunder also, dass so viele von einer Karriere als Pro-Gamer träumen.

Die Top-Gamer freuen sich über gigantische Einnahmen und sind für ihre Fans wirkliche Mega-Stars. Das Verlockende und Tolle an eine Karriere als Pro-Gamer ist die Tatsache, dass der Weg dahin eigentlich für jeden offen ist. Doch dieser Weg ist schwer und erfordert große Disziplin und Ausdauer.

Doch wer als Amateur-Gamer über das notwendige Talent und die entsprechende Disziplin und Ausdauer verfügt, dazu auch noch weiß, dass sich auf dem Weg zum Pro-Gamer nicht von heute auf morgen der Erfolg einstellt, hat gute Chancen sein Hobby irgendwann zum Beruf zu machen.

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