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Derke nach dem Sieg über Dragon Ranger Gaming: „Alle wollen gegen uns spielen – dann können sie sich anstellen“

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 7, 2026

Team Vitality ist mit einem Statement in die VALORANT Masters London 2026 gestartet. Im Auftaktmatch der Swiss Stage fegte das EMEA-Team Dragon Ranger Gaming mit 2:0 von der Bühne, Lotus endete 13:5, Breeze 13:4. In der anschließenden Pressekonferenz sprachen die Spieler über Jamppis Clutch auf Lotus, Derkes Ace zum Matchabschluss, Sayonaras erstes internationales Event, das fehlende Fnatic, mögliche kommende Gegner und die Unterstützung des Londoner Publikums.

Jamppi erklärt seinen Clutch auf Lotus

Die erste Frage galt Elias „Jamppi“ Olkkonen und seinem Clutch auf Lotus. Der Finne schilderte die Situation als 2v4 gemeinsam mit Derke, dessen Comms ihm entscheidend geholfen hätten – Derke habe gemeldet, dass der gegnerische Cypher nur noch einen Hitpoint gehabt habe, ebenso der Chamber. Jamppi habe versucht, die Duos zu isolieren, und sich erinnert, dass die Gegner durch die Tür von der C-Seite nachkamen. Als Derke ihm die Information über die angeschlagenen Gegner gab, habe er so schnell wie möglich gepeekt und sie erwischt. Im finalen 1v2 habe er über das Gehör gespielt, weil die Säule auf der C-Seite selbst im Clutch schwer zu kontrollieren sei – mit etwas Glück beim Timing, aber den nötigen Schüssen.

Später verglich Jamppi den Moment mit seinem Clutch gegen Team Heretics in den EMEA-Playoffs. Das heutige 1v4 sei für ihn das größere Highlight gewesen, schlicht weil es auf der Masters-Bühne stattfand – schießerisch habe er den Heretics-Clutch jedoch für eine Spur sauberer gehalten. Beide Momente seien ihm in guter Erinnerung.

Derke über den Ace, der die Serie beendete

Nikita „Derke“ Sirmitev wurde auf die Schlussrunde auf Breeze angesprochen, die er und damit die gesamte Serie mit einem Ace beendete. Nach seinem vierten Kill habe er die Teamkollegen sofort gebeten, ihn die Runde abschließen zu lassen. Jamppi sei vorausgegangen, man habe diese Runde gebraucht. Auf diesem Weg seien dem Team bereits drei Aces gelungen, die Serie wolle man fortsetzen und sehen, wie viele noch zusammenkommen. Besonders gefreut habe ihn, das Match ausgerechnet mit einem Ace und dazu mit den Jett-Messern zu beenden.

Gefragt, wie es sich anfühle, endlich aus dem „Neon-Gefängnis“ heraus zu sein und zu Agenten wie Jett und Raze zurückzukehren, gab sich Derke erleichtert. Seine Neon sei seiner Ansicht nach nicht schlecht gewesen, er habe den Agenten schlicht nicht gern gespielt. Jett sei der Charakter, den er insgesamt am liebsten und am häufigsten spiele – in Ranked, in der VCT und überall sonst.

Jamppi reagiert auf Soulcas‘ Unterstützung in London

Auch Dom „soulcas“ Sulcas kam zur Sprache, der vor Ort war und im Broadcast erklärt hatte, Team Vitality könne das gesamte Event gewinnen. Jamppi habe ihn in London noch nicht treffen können, wolle das aber direkt nach der Pressekonferenz nachholen. Es sei das erste internationale Event, für das er sich ohne soulcas qualifiziert habe – ein netter Nebenaspekt. Den Abend mit ihm beschrieb er vorfreudig.

Sayonara dankt Vitalitys Veteranen

Ștefan „Sayonara“ Mîtcu wurde auf sein erstes internationales Event angesprochen, gerade im Kontrast zu erfahreneren Mitspielern wie Chronicle. Die Veteranen im Team hätten ihm über die Saison hinweg geholfen und ihm mit Ratschlägen in den nötigen Situationen zur Seite gestanden. Gerade ihre Ruhe auf der Bühne helfe ihm sehr und wirke sich positiv auf seine Leistung aus.

Chronicle und Derke über Fnatics Abwesenheit

Timofey „Chronicle“ Khromov und Derke wurden gefragt, ob es seltsam sei, in London ohne Boaster und Fnatic zu spielen. Chronicle zeigte Verständnis für die Enttäuschung, ein internationales Event zu verpassen, betonte aber, dass Fnatics Spieler trotz der Rivalität in der EMEA-Liga seine Freunde blieben. Er glaube an Boaster, der seinen Weg zurückfinden werde. Die Trauer der Fans, die ein Heimteam erwartet hätten, könne er nachvollziehen – er wisse selbst, wie bitter es sei, eine Qualifikation zu verpassen, für Vitality sei das 2024 Shanghai gewesen. Derke ergänzte, er würde Alfajer und Boaster gern wieder auf einem internationalen Event treffen, da sich ihre Wege seit seiner Fnatic-Zeit international nicht mehr gekreuzt hätten.

Mögliche kommende Gegner

Auf die Frage, gegen wen das Team als Nächstes spielen wolle, fielen mehrere Namen – darunter NRG, G2 Esports und Paper Rex. Derke gab sich kampfbereit: Alle wollten gegen Vitality spielen, dann sollten sie sich eben anstellen, denn auch er wolle gegen jeden antreten. Chronicle verwies auf NRG, mit denen es eine gemeinsame Geschichte gebe, was das Match interessant machen würde. Jamppi nannte NRG als Revanche-Gelegenheit für Chronicle, erinnerte aber auch daran, dass Keiko ihn und PROFEK im Vorjahr wiederholt an der Qualifikation gehindert habe. Sayonara wiederum brachte G2 wegen einer früheren Begegnung beim Red Bull ins Spiel. Auch aus dem Staff hieß es, G2 sei stilistisch ein gutes Matchup, während Paper Rex etwas anderes auf den Server bringen würde.

Der Dank ans Londoner Publikum

Zum Abschluss der Pressekonferenz richteten mehrere Spieler eine Botschaft an die Fans vor Ort. Einer von ihnen räumte ein, das Ausmaß der Unterstützung in London habe ihn angenehm überrascht – es sei unfassbar schön gewesen, all die Stimmen zu hören, das Turnier fühle sich gerade richtig gut an. Ein weiterer Spieler ergänzte den Wunsch, die Fans auch in den kommenden Spielen wiederzusehen.

Die VALORANT Masters London 2026 finden vom 6. bis 21. Juni in der Copper Box Arena in London statt. Zwölf Teams kämpfen um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar, wobei die Swiss Stage die vier Playoff-Plätze für das Double-Elimination-Bracket vergibt.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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