Das sind die europäischen First Strike Teams!

Nach dem Abschluss der zwei First Strike Qualifier können wir nun einen ersten Blick auf das Teilnehmerfeld der ersten RIOT-Turniers für VALORANT werfen. Einige altbekannte Gesichter sind von der Partie, doch das Event wird ebenfalls von einigen neuen und weniger bekannten Teams begleitet.

DIE ALTE GARDE

Aus dem ersten Qualifier konnten Teams wie G2 Esports, Team Liquid und FunPlus Phoenix den Weg in das Haupt-Turnier schaffen. Dieses Dreiergespann hat bislang die Top-Spots der meisten IGNITION Series Events belegt und konnte sich auch diesmal wieder dominant zeigen. G2 Esports hatten eigentlich eine Niederlage gegen Guild Esports schlucken müssen, doch das Team wurde später für die Nutzung eines Exploits gebannt. Damit hatten G2 doch noch die Chance zur Qualifikation und nutzten diese auch. Liquid und FunPlus konnten das Bracket ohne große Schwierigkeiten durchlaufen. Selbstverständlich haben diese Roster die besten Chancen, aber ihre neuen Herausforderer sind nicht zu unterschätzen.

WAS IST PRODIGY?

Einigen dürfte aufgefallen sein, dass Prodigy in ersten Linie gar kein richtiges Team ist. Bei dieser Organisation handelt es sich um eine Agentur, die viele Spieler im Esport vertritt und dabei sind auch einige VALORANT-Athleten. Beispielsweise lassen sich Nick “nitr0” Canella, Joshua “steel” Nissan, Adil “ScreaM” Benrlitom und Óscar “mixwell” Cañellas auf der Liste dieser Agentur finden. Doch was ist nun das Prodigy-Team?

Einige der Spieler sind momentan ohne Team unterwegs. Sie haben entweder bereits den Sprung zu VALORANT gemacht, oder sie stehen zwischen zwei Szenen. Das trifft beispielsweise auf Vincent “Happy” Schopenhauer zu, der nun das hausinterne Team anführt. Er wird dabei von einem anderen Ex-Counter-Strike Spieler namens Daniil “pipsoN” Meshcheriakov begleitet. Der Roster wurde mit weiteren teamlosen Spielern aufgefüllt und tatsächlich hat sich hier ein kompetitives Lineup geformt.

Prodigy waren bereits im ersten Qualifier weit gekommen und scheiterten lediglich an Team Liquid. Mit einem 11-13 und einem 5-13 schieden sie im letzten Match aus, danach konnten sie jedoch im zweiten Qualifier angreifen und sich endlich einen Platz im First Strike Event verdienen.

WO KOMMEN DIE ANDEREN TEAMS HER?

SUMN FC waren bereits im ersten Qualifier durchgekommen und hatten dabei das große Glück, im letzten Bracket keines der Top-Teams zu ziehen. Die Purple Cobras sind vermutlich das unbekannteste Team. Sie schafften es nur bis in die Play-Ins des ersten Qualifiers, wonach sie aber durchstarteten und die zweiten Play-Ins gegen die Ninjas in Pyjamas gewinnen konnten. Abgesehen von einem kleinen Online-Cup ist das bisher ihr größter Erfolg.

Team Heretics haben bereits eine lange Geschichte in Counter-Strike. Dort stellen sie nun seit geraumer Zeit eines der besseren französischen Teams. In VALORANT sind sie aber bislang die internationale Route gegangen und haben sich ein Team aus CS:GO Veteranen und Jungtalenten zusammengebastelt. Žygimantas “nukkye” Chmieliauskas ist ein ehemaliger Counter-Strike-Profi, der lange Zeit und bis zu seinem Abschied vom Spiel unter HellRaisers gespielt hat. Wirklich bekannt wurde er aber in The Imperial und mit NoChance. Er hat bereits eine DreamHack Open und auch die Copenhagen Games gewonnen. An seiner Seite steht Christian “loWel” Garcia Antoran, der durch seine Zeit bei PENTA Sports und mousesports zu internationalem Ruhm kam.

Nun konnten beide Spieler jedoch seit einiger Zeit keine Erfolge mehr feiern und haben möglicherweise alles aus ihren CS-Karrieren herausgeholt. Somit erscheint der Wechsel zu VALORANT sinnvoll, insbesondere weil die beiden Jungs eindeutig Talent für das Spiel haben. Andernfalls hätten Team Heretics es wohl kaum in das First Strike Event geschafft.

Das Teilnehmerfeld wird von nolpenki komplettiert. Dieser Zusammenschluss internationaler Spieler konnte bereits eine Vielzahl kleiner Online-Cups gewinnen. Natürlich reicht so etwas für die großen Ligen nicht aus. Ihr Weg durch den Qualifier war ebenfalls nicht besonders anspruchsvoll. Abgesehen von Guild Esports sind sie auf kein einziges relativ starkes Team getroffen. Zum Vergleich – als sie im ersten Qualifier gegen BIG antreten mussten, haben sie eine 4-13 Niederlage schlucken müssen. Somit steht dieses Team mit dem kleinsten Portfolio da.

HABEN DIESE TEAMS ÜBERHAUPT EINE CHANCE AUF DEN SIEG?

Zwischen Underdogs des Turniers wird es sicherlich heftige Kämpfe geben. Auch wenn ihre Performances kein Indikator dafür sind, dass sie es mit G2 und Co. aufnehmen können, so gibt ihnen das Single-Elimination Bracket eine Chance. Upsets können ständig passieren und ohne ein Lower Bracket wird es selbst für die Top-Teams gefährlich. G2 dürfen sich keine Fehler erlauben.

Doch das machen sie eigentlich auch nur selten. Außerdem müssten die Underdogs ein ganzes Best-of-Three gewinnen. G2 Esports, FunPlus Phoenix und Team Liquid haben die Chance, wieder die Top 3 zu bilden. Doch können Liquid und FPX endlich durchbrechen und G2 vom Thron stoßen?

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