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Fabio | Oktober 22, 2021

CS:GO – Was können wir von der PGL Major Challengers Stage erwarten?

Das erste Major-Turnier seit 2019 rückt immer näher! In der allerersten Phase dürfen sich Teams wie mousesports, BIG, FaZe und sogar Astralis um die acht Plätze in der Gruppenphase prügeln. Wer wird da die Nase vorn haben?

Aus den verschiedensten Regionen kommen gefährliche Teams ins Event. Schon bei der IEM Fall EU haben sich Movistar Riders, ENCE und Copenhagen Flames als besonders gefährlich bewiesen. Die Challengers Stage findet im Swiss-Format statt. Teams, die drei Matches gewinnen, kommen weiter. Die, die drei Losses einfahren, verlassen das Turnier. So einfach ist es eigentlich! Nach vier Spieltagen ist die Stage auch schon abgeschlossen und wir nehmen uns der anderen acht Teams des Majors an.

Virtus.pro wechseln in letzter Sekunde einen Spieler

Vier Tage vor Beginn des Majors noch einen Spieler auszuwechseln… das ist gewagt! Das Team möchte sicherlich nicht mit einem Lineup, das keinen Bestand mehr haben wird, auftreten, aber so haben sie sich (dank der Punkt-Reduktion) effektiv ein leichteres Matchup erspielt. Statt gegen BIG anzutreten, müssen sie im Eröffnungsspiel nur noch gegen paiN Gaming ran. Dafür hat die Organisation ordentlich Kritik geerntet, aber am Ende müssen sie immer noch an den gleichen Teams vorbei, wenn sie in der Top 8 landen müssen. Außerdem wird der Wechsel sie bestimmt noch einmal zurückwerfen.

Astralis treten mit gla1ve auf

Nachdem Lukas “gla1ve” Rossander nun sein Kind empfangen hat, ist er bereit, wieder auf den Server zu springen. Experten hatten erwartet, dass Andreas “Xyp9x” Højsleth Platz machen würde, aber stattdessen wird Lucas “Bubzkji” Andersen das Major verpassen. Für den Jungstar war das eine frustrierende Erfahrung, schließlich hatte er hart dafür gekämpft, das Team überhaupt aufs Event zu bringen. Dass er jetzt gar nicht spielen wird, ist eine Enttäuschung. Die Organisation erklärte das damit, dass sie das stärkste Lineup zum Event schicken werden. Unabhängig von individueller Form und Leistung sehen sie wohl Xyp9x als Bestandteil dieses Kaders.

Astralis sprechen vom stärksten Team, aber natürlich ist das für jeden wieder eine Umstellung. Die Rückkehr von gla1ve macht alles leichter für Emil “Magisk” Reif, der jetzt nicht mehr In-Game-Leader spielen muss. Auch wenn das Team sicherlich wacklig auf den Beinen sein wird und weit davon entfernt ist, ein Favorit für die Trophäe zu sein, sollten wir trotzdem von ihnen erwarten, dass sie die Legends Stage erreichen werden.

Wie gefährlich können ENCE werden?

Nach dem Finaleintritt in der IEM Fall müssen andere Teams und Spieler diesem Lineup mehr Aufmerksamkeit widmen. Sie sind an einigen Favoriten vorbeigekommen und waren gegen NiP wirklich kompetitiv unterwegs. ENCE müssen den Sprung in die nächste Turnierphase schaffen, aber nach einem Eröffnungsspiel mit GODSENT sollte das ihnen auch nicht allzu schwer fallen. Auch wenn es immer noch viele Skeptiker gibt, die an dem Team zweifeln, sind sie nach dem letzten Monat ganz klar besser aufgestellt als einige Markennamen in der Challengers Stage.

FaZe und Co. in Upset-Panik

FaZe, mousesports und BIG sind alle in schlechter Verfassung. Klar, jedes der Teams konnte in vergangener Zeit Lichtblicke zeigen und beweisen, dass prinzipiell viel mehr in ihnen steckt. Aber das haben sie nur zwischendurch geschafft. Den Großteil der Zeit verbrachten mouz und Co. damit, zu enttäuschen. Jetzt müssen FaZe im Eröffnungsspiel gegen Spirit ran. Auf Papier haben Finn “karrigan” Andersen und seine Jungs die Nase vorn, aber Spirit sind weltberühmt für ihre Upsets – gerade gegen Europäer.

Mit Sharks haben mousesports einen relativ leichten Gegner, der ihnen definitiv das 1-0 in der Swiss Stage verschaffen sollte. BIG haben mit Entropiq ein weiteres russisches Team vor sich, das auf ein Upset wartet. Nicklas “gade” Gade hat das deutsche Team bislang leider noch nicht nach oben ziehen können. Also sind BIG verletzlicher als je zuvor und gehören zu den Teams, die mit etwas Pech schon bald aus dem Turnier ausscheiden werden.

Denn seit der IEM Fall stehen Movistar Riders, ENCE und die Copenhagen Flames wirklich hoch im Kurs. Sie haben sich gut vorbereitet, kommen individuell stark auf den Server, und scheinen den etablierten Teams etwas voraus zu haben. Ihre Underdog-Rolle wird ihnen beim PGL Major Stockholm zugute kommen und die ersten paar Tage zu einem spannenden und brutalen Kampf um die Top 16 machen.