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fabio | Oktober 26, 2021

CS:GO – Diesen Teams hat die Pandemie am meisten geschadet!

Corona hat auch in Counter-Strike mächtigen Schaden angerichtet. Teams wie fnatic beispielsweise waren Ende 2019 noch in der Top 5 und sind dieses Jahr offiziell aus der Top 40 raus! Heute schauen wir uns die großen Verlierer der Pandemie an.

Wir haben uns auf unserem YouTube-Kanal bereits mit den besten Teams der Online-Ära beschäftigt. Teams wie Gambit, Heroic, und Natus Vincere konnten sich in der Zeit wirklich durchsetzen. Jetzt schauen wir uns aber an, welchen Teams und Spielern es heutzutage nicht mehr so gut geht.

GeT_RiGhT

Die Karriere von GeT_RiGhT hat ein ziemlich trauriges Ende genommen. Bei der ESL One Cologne 2019 kündigte er noch an, weiterspielen zu wollen. Bei Dignitas kam der originale Kern des alten NiP-Lineups zusammen und das Team wollte wieder durchstarten. Am Ende verloren sie sich aber in endlosen Online-Turnieren und bekamen nichts zustande.

Das war GeT_RiGhT am Ende genug, um seine Spielerkarriere an den Nagel zu hängen. Schade, denn vielleicht wären er und Dignitas doch noch einmal groß geworden! Der Schwede ist aber nicht der einzige, der unter Corona-Bedingungen nicht zum Zug gekommen ist.

coldzera

Coldzera hat den FaZe Clan verlassen, ohne ein einziges Major-Turnier mit dem Team gespielt zu haben. Er kam im Herbst 2019 als Reaktion auf die fehlgeschlagene Major-Kampagne des Teams rein, aber seitdem gab es kaum Offline-Turniere und keinen einzigen Major für den Brasilianer.

Der beste Spieler von 2016 und 2017 kam also kaum dazu, sein Talent für den FaZe Clan unter Beweis zu stellen. Jetzt ist er schon wieder weg von der Ersatzbank und spielt für Complexity auf, weil k0nfig verletzt ist. Er wird erst zum Ende des Jahres hin entscheiden, ob er dort auch bleiben möchte. Seine Zukunft ist also immer noch ungewiss, denn nach einem Comeback an die Counter-Strike Spitze sieht das auf jeden Fall nicht aus!

Cloud9

Der Colossus war die große Versprechung von Cloud9, das neueste internationale Superteam zu bilden. Mit ALEX and der Spitze und einer Reihe talentierter Spieler sollten sie ähnlich wie der Juggernaut von Complexity im Eilverfahren an die Spitze kommen. Das ließ sich die Organisation auch kosten.

Mehrere Millionen Dollar wurden in das Projekt gepumpt. Der ehemalige Caster HenryG sollte als Manager die Aufgabe übernehmen, die Truppe zusammenzubringen. Am Ende stimmte der Mix an Spieler aber nicht. Das Team brachte keine guten Resultate, schnell gab es Wechsel. Weniger als 6 Monate nach seiner Entstehung war der ‘Colossus’ schon wieder Geschichte.

OG

Die meisten Spieler und Teams konnten aufatmen, als sie zumindest wieder zurück ins Bootcamp durften. Teams wie Vitality oder Natus Vincere konnten sich wenigstens persönlich treffen. Auch wenn das natürlich die Arena-Atmosphäre nicht ersetzen konnte, war das zumindest meilenweit besser als das Spielen aus dem Schlafzimmer.

Für ein Team klappte es aber nie so richtig. OG brauchten nach Beginn der Pandemie ein gutes Jahr, um im Bootcamp zusammenzukommen. Während dieser Zeit sahen sich Aleksib, mantuu und Co. nie persönlich – allenfalls mal über Videochat. Das war ein mächtiger Dämpfer. Mantuu hat es uns in seinem Interview mit Fragster selber erzählt – die Atmosphäre war nicht die gleiche und es fiel dem Team schwer, motiviert zu bleiben, weil alle Spiele sich gleich angefühlt haben.

Im Frühjahr dieses Jahres kamen sie dann endlich ins Bootcamp. Die Turnierergebnisse wurden sofort besser. Mit Spring Sweet Spring konnten sie sogar ihr erstes Event gewinnen! Klar, das fand alles nur online statt, aber mehr gab es zu der Zeit eben nicht zu holen.

In der Zwischenzeit mussten sie das Lineup aber auch mächtig überarbeiten und Spieler wie NBK und ISSAA haben die Online-Ära nicht überlebt. Bei der IEM Cologne waren sie leider nicht so stark unterwegs und sie haben es auch nicht geschafft, sich für das Major-Turnier zu qualifizieren, aber genau wie viele andere Teams müssen sie sich erstmal wieder daran gewöhnen, offline zu spielen.

Dass die Pandemie sie dazu zwang, zwei ihrer Kernspieler zu schmeißen, ist besonders schade. Wer weiß, wie gut sie gewesen wären, wenn es richtige Events gegeben hätte oder sie wenigstens im Bootcamp gespielt hätten.

Astralis

Wir beenden unsere Reise durch die letzten 15 Monate mit dem Kollaps des größten CS:GO-Teams aller Zeiten, Astralis. Das Jahr 2019 konnten sie noch mit einem Major-Sieg beenden und standen auch 2020 wieder als Favoriten auf der Matte.

Als aber die ersten Online-Turniere kamen und die Spieler konsequent aus dem Zimmer antreten mussten, wurde der Stress größer. Die Organisation ließ die Spieler aber nicht vom Haken und zwang sie durch so viele Spiele, dass Xyp9x und gla1ve am Ende zusammen brachen. Mit Burnout-Symptomen ließen sie sich auf die Ersatzbank verschieben. Das Lineup legte eine Pause ein und kam mit verschiedenen Ersatzspielern zurück. Bis in den Herbst hinein war das Team nicht komplett. Als gla1ve und Xyp9x endlich zurückkehrten, waren sie aber nicht mehr so stark wie zuvor.

Dass es eine globale Pandemie brauchte, um Astralis zu brechen, ist eigentlich wieder nur ein Beweis dafür, wie unglaublich stark dieses Team war. Aber jetzt ist es vorbei. Der Spieler ‘Lucky’ wurde aus Tricked Esports rausgekauft und spielt momentan fest im Lineup mit. Gerüchten zufolge stehen vielleicht noch mehr Änderungen an. Kristian “k0nfig” Wienecke wird nach seiner Genesung vielleicht zum dänischen Giganten wechseln. Aber device ist definitiv schon raus und spielt seit mehr als einem halben Jahr bei den Ninjas in Pyjamas. Wir werden leider nie wissen, wie lange sich das Lineup gehalten hätte, wenn Corona niemals da gewesen wäre.