Counter-Strike 2 hat seit Kurzem eine ungewöhnliche Nebenbeschäftigung: Spieler können eigene Hühner großziehen. Nachdem die sogenannten Chicken Eggs überraschend über den Weekly Drop ins Spiel kamen, zeigt Valve nun in einem neuen Video genauer, was mit den kleinen Begleitern möglich ist. Küken lassen sich hochheben, betrachten, streicheln und füttern. Mit der Zeit wachsen sie zu ausgewachsenen Hühnern heran – und mehr als 30 unterschiedliche optische Varianten sorgen zusätzlich für einen kleinen Sammelfaktor.
Die Funktion gehört zu den kurioseren Ergänzungen, die Valve Counter-Strike 2 zuletzt spendiert hat. Denn Hühner kennt die Community zwar seit Jahren von verschiedenen Maps, bislang waren sie dort aber lediglich Teil der Umgebung.
Mit den neuen Haustier-Hühnern wird daraus erstmals ein eigenes kleines Sammel- und Aufzuchtsystem.
Alles beginnt mit einem Chicken Egg
Der Einstieg erfolgt über den Weekly Drop.
Spieler können dort ein Chicken Egg erhalten, aus dem später ein Küken schlüpft.
Valve hatte die Funktion bei ihrer Einführung nicht groß angekündigt. Stattdessen entdeckte die Community sie erst nach dem entsprechenden Update, als erste Spieler die Eier als Belohnung erhielten.
Damit sorgte das Feature zunächst fast mehr durch Überraschung als durch seine eigentliche Funktion für Aufmerksamkeit.
Inzwischen macht Valve aber deutlich, dass hinter den Chicken Eggs tatsächlich mehr steckt als ein weiteres kosmetisches Item.
Küken können hochgehoben und gestreichelt werden
Im neuen Video zeigt Valve mehrere direkte Interaktionen.
Spieler können ihr Küken aufnehmen und aus der Nähe betrachten.
Auch Streicheln gehört zu den vorgesehenen Aktionen.
Damit bekommt CS2 erstmals etwas, das tatsächlich an ein kleines virtuelles Haustier erinnert – in einem Spiel, das ansonsten hauptsächlich daraus besteht, gegnerische Teams mit AK-47, AWP und Granaten auszuschalten.
Gerade dieser Kontrast dürfte einen großen Teil des Charmes ausmachen.
Zwischen Ranked-Matches, Premier und neuen Spielmodi können Spieler nun offenbar auch Zeit damit verbringen, sich um ihr eigenes Huhn zu kümmern.
Füttern lässt das Huhn wachsen
Eine weitere wichtige Funktion ist das Füttern.
Valve zeigt spezielles Futter, das dem Küken gegeben werden kann.
Dadurch wächst das Tier nach und nach und entwickelt sich schließlich zu einem ausgewachsenen Huhn.
Das System besitzt damit eine kleine Fortschrittsmechanik.
Es geht nicht nur darum, ein kosmetisches Tier freizuschalten, sondern dieses zunächst aufzuziehen.
Wie lange der vollständige Wachstumsprozess dauert und ob unterschiedliche Fütterungsmethoden weitere Auswirkungen haben, geht aus dem aktuellen Material allerdings noch nicht detailliert hervor.
Mehr als 30 unterschiedliche Varianten
Wer nicht nur ein einzelnes Huhn haben möchte, bekommt zusätzlich einen Sammelaspekt.
CS2 bietet laut den aktuellen Informationen mehr als 30 kosmetische Varianten.
Dazu gehören unterschiedliche Rassen beziehungsweise Farbvarianten.
Damit entsteht ein System, das zumindest teilweise an andere kosmetische Sammlungen innerhalb von Counter-Strike erinnert.
Während Waffen-Skins seit Jahren ein zentraler Bestandteil des Spiels sind, erweitert Valve diese Idee nun auf Haustiere.
Ob einzelne Hühnervarianten später besonders selten oder auf andere Weise wertvoll werden, ist bislang nicht klar.
Hatchbook dient als Sammlung
Passend dazu gibt es ein sogenanntes Hatchbook.
Dort können Spieler Fotos ihrer Hühner speichern und offenbar dokumentieren, welche Varianten sie bereits besitzen.
Das Ganze funktioniert damit ein wenig wie ein eigenes Sammelalbum.
Wer mehrere unterschiedliche Hühner aufzieht, kann seine Sammlung entsprechend festhalten.
Gerade wenn Valve das System später weiter ausbaut, könnte dieses Hatchbook langfristig deutlich wichtiger werden.
Zum aktuellen Zeitpunkt ist allerdings noch nicht bekannt, ob weitere Eier, Varianten oder zusätzliche Interaktionen geplant sind.
Aus Map-Dekoration wird ein richtiges Haustier
Hühner gehören schon lange zu Counter-Strike.
Sie laufen auf einigen Maps herum, reagieren auf Spieler und sind teilweise sogar zu kleinen Running Gags innerhalb der Community geworden.
Mit dem neuen System hebt Valve diese Figuren nun auf eine vollkommen andere Ebene.
Statt einfach nur durch die Umgebung zu laufen, können Spieler ihr eigenes Tier aufziehen und eine persönliche Sammlung aufbauen.
Das ist zwar spielerisch nicht annähernd so wichtig wie Balance-Änderungen, neue Waffen oder Maps, zeigt aber, dass Valve CS2 zunehmend auch um kleinere soziale und kosmetische Systeme erweitert.
Eine ungewöhnliche Ergänzung für Counter-Strike 2
Gerade weil das Feature überhaupt nicht zum klassischen Counter-Strike-Kern gehört, fällt es auf.
CS2 bleibt natürlich ein kompetitiver Taktik-Shooter. Haustier-Hühner verändern weder Gunplay noch Matchmaking oder das Esport-Meta.
Trotzdem dürfte die Funktion bei einem Teil der Community gut ankommen – gerade weil sie etwas vollkommen anderes bietet.
Aus den bislang bekannten Chicken Eggs wird damit ein richtiges kleines Aufzuchtsystem: Küken ausbrüten, streicheln, füttern, großziehen und mehr als 30 Varianten im Hatchbook sammeln. Counter-Strike 2 hat damit nun tatsächlich seine eigenen Haustiere.


