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Crws nach der Niederlage gegen FUT Esports: „Ich muss einfach eine Lösung für die Jungs finden“

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 8, 2026

Nach der Niederlage von FULL SENSE gegen FUT Esports in der Auftaktrunde der Swiss Stage bei den VALORANT Masters London 2026 stellten sich die Spieler der Mannschaft den Fragen der Presse. Das Pacific-Team unterlag mit 0:2 – 3:13 auf Fracture, 7:13 auf Haven – und musste anschließend einordnen, was bei der Agentenwahl auf Haven, gegen FUTs Tempo und in der eigenen Ausführung schiefgelaufen war.

Was FULL SENSE zu Haven und der internationalen Bühne sagten

Taned „Killua“ Teerasawad wurde zuerst gefragt, warum er auf Haven gern Fade spiele und wie der Pick zur Struktur von FULL SENSE passe, da auf dieser Karte oft Sova als Standard gilt. Seine Antwort fiel knapp und direkt aus: Der Coach habe ihm schlicht gesagt, er solle spielen.

Thanyathon „Leviathan“ Nakmee, der sein Debüt auf einem internationalen Event gab, wurde nach dem Spiel vor Publikum und in einer ungewohnten Halle gefragt. Er habe versucht, sich von der Atmosphäre nicht ablenken zu lassen und sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Aufregend sei es allemal gewesen, und vor allem sei er überglücklich, hier bei den Masters in London auflaufen zu dürfen.

Primmie über das, was FULL SENSE verbessern muss

Papaphat „Primmie“ Sriprapha sollte benennen, woran FULL SENSE vor der nächsten Partie arbeiten müsse. Er verwies auf das Zusammenspiel und nahm sich dabei selbst nicht aus: Der wichtigste Punkt sei, sich auf das Spiel als Team zu konzentrieren – auch er selbst müsse mehr Teamplayer sein. Im Kern sei es so einfach, dass man sich stärker als Einheit begreifen müsse.

Crws über den Stil des Teams und den nächsten Gegner

Thanamethk „Crws“ Mahatthananuyut wurde auf seine Rückkehr zu einem internationalen Event und den Unterschied zwischen seinem früheren und seinem heutigen Ich angesprochen. FULL SENSE seien mit einem deutlich anderen Spielstil angetreten, doch er habe noch nicht durchdrungen, was auf der Bühne passiert sei – die eigene Leistung verwundere ihn nach wie vor, hoffentlich finde man vor dem nächsten Spiel eine Erklärung. Auf die Frage, gegen wen er als Nächstes antreten wolle, antwortete er, der Gegner spiele keine Rolle: Wenn man weiter so spiele wie zuletzt, habe man ohnehin keine Chance. Er müsse einfach eine Lösung für die Jungs finden und hoffe, dass man im nächsten Match nicht mehr so auftrete.

Crws erklärt den Fracture-Pick und das Neon-Phoenix-Setup

Viele hatten erwartet, dass FULL SENSE auf Pearl ausweichen würden, doch das Team entschied sich für Fracture. Crws begründete das mit dem unerwarteten Breeze-Ban von FUT, für den er den Gegnern Respekt zollte. Da Breeze gebannt war und Pearl als zweitbeste Karte von FULL SENSE gilt, habe er angenommen, FUT hätten sich darauf intensiv vorbereitet – einer stark einstudierten Map habe er aus dem Weg gehen wollen. Rückblickend, so räumte er ein, würde er dennoch Pearl wählen; Fracture sei für FUT ohnehin die bessere Karte gewesen.

Auf die Frage, warum man an Neon und Phoenix festgehalten habe, verwies Crws auf die Scrims, in denen die Ergebnisse völlig anders ausgesehen hätten als auf der Bühne. Das Team habe sein Potenzial nicht abgerufen, und möglicherweise liege es an seinem eigenen Zögern und einer unzureichenden Führung. Man habe viel gezaudert und ohne Grund zu viel Zeit verloren, was die Partie gekostet habe.

Crws über FUTs Tempo und s0pps Aggressivität

Ob FUTs Geschwindigkeit FULL SENSE überrascht habe, verneinte Crws. Man habe ein schnelles Spiel erwartet, er habe sogar in einem Interview vorhergesagt, dass es eines der schnellsten Spiele werden würde. Den Ausgang habe er so allerdings nicht kommen sehen. Überraschend sei nichts daran gewesen, man habe es nur nicht geschafft, FUTs Rushes zu stoppen oder die eigenen sauber umzusetzen.

Die letzte Frage zu den Spielern drehte sich um die aggressiven Entries von s0pp. Crws erklärte, ohne s0pp zu nahe treten zu wollen, dass man in der Pacific-Region gegen genau solche Spielertypen antrete – jedes Team dort spiele so. Etwas habe sie dennoch aus dem Konzept gebracht, und er wisse nicht warum; womöglich liege es an Lampenfieber, was er fast hoffe, weil es sich beheben ließe. Man habe diesen Stil in Pacific gestoppt und müsse das auch hier können.

Die VALORANT Masters London 2026 finden vom 6. bis 21. Juni in der Copper Box Arena in London statt. Zwölf Teams kämpfen um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar sowie VCT-Punkte, wobei die Swiss Stage darüber entscheidet, welche Mannschaften in die Playoffs einziehen.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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