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| September 14, 2021

CoD – Warzone Streamer auf Whitelist für leichtere Gegner?

In Warzone geht es momentan ganz schön wild zu, denn Call of Duty: Warzone-Spieler stecken gerade tief in Verschwörungstheorien. Die Spieler sind wütend, nachdem jüngste Untersuchungen von Fans Daten enthüllt haben, die darauf hindeuten, dass Streamer leichtere Lobbys erhalten als normale Spieler. Jetzt ist das Thema “Whitelisting” das Topic schlechthin.

Es ist allgemein bekannt, dass wenn man einen Clip von einem Warzone-Streamer postest, der ein Highlight-Spiel abzieht, die meisten Reaktionen darauf sind, dass er in einer “Bot-Lobby” war. Das ist ein Dauerbrenner unter den Fans, die davon überzeugt sind, dass die besten Spieler von Warzone immer in einer Lobby gegen die schlechtesten Spieler von Warzone spielen.

Alles vorprogrammiert?

Irgendwo in der Schnittmenge zwischen CoD-Spielern und Datenanalysten beschloss ein Redditor, seine Lobbydaten zu analysieren und sie mit den Statistiken von bekannten Streamern zu vergleichen. Die Ergebnisse dieser Studie sprechen für sich selbst. Nachdem Reddit’s “Quaisy” die Ergebnisse veröffentlicht hat, wurden beide Beiträge gelöscht, aber nicht nach tausenden von Upvotes und hunderten von Kommentaren – die meisten wiesen auf den Beweis hin, dass Streamer “gewhitelisted” werden und leichtere Lobbys erhalten.

Nachdem der Reddit-Beitrag gelöscht wurde, ging Quaisy zu YouTube, um dort Daten zu untersuchen. Nachdem der Spieler auf einige problematische Lobbys gestoßen war, beschloss er, seine bisherigen 64 Matches mit denen von Profis und Content Creatoren wie Tfue und Aydan zu vergleichen.

Die Daten sind ziemlich interessant. Quaisy hat eine überdurchschnittliche K/D (Kill-Death-Ratio) von 1,75. Im Vergleich dazu haben Profis eine K/D von 4. Der einzige große Streamer, der im Durchschnitt härtere Lobbys hatte, war ScummN. Im Gegensatz dazu hatten Streamer wie Tfue relativ einfache Lobbys.

Während nur 4,7 % der Spiele von Quaisy einen durchschnittlichen Lobby-K/D-Wert von unter 1,1 hatten, hatte Tfue in satten 65,6 % seiner Matches Lobbys unter diesem Wert. Und das, obwohl sein K/D einen Wert von 4,33 hat.

Entwickler äußern sich nicht

Natürlich berücksichtigen die Daten nur 64 Matches, daher müssen sie für bare Münze genommen werden. Die Entwickler von CoD halten sich sehr bedeckt, was die Funktionsweise von SBMM (Skill-based Matchmaking) in ihren Titeln angeht, so dass es unmöglich ist, genau zu wissen, wie die Stärke der Lobby bestimmt wird.

Quaisys Nachforschungen werfen jedoch einige interessante Diskussionspunkte auf, und die Community kann gerade nur an eine Sache denken: dass Streamer auf eine “Whitelist” gesetzt werden und leichtere Lobbys erhalten, damit sie besseren Content erstellen können.

Wenn das der Fall ist, dann stimmen die Verschwörungstheorien also tatsächlich.

Modern Warfare Fortsetzung?

Abgesehen vom Streamerskandal gibt es noch andere Warzone News, diesmal zu dem Spiel an sich. Während Call of Duty: Vanguard kurz vor der Veröffentlichung steht, tauchen Leaks zu CoD 2022 auf, die zeigen, dass CoD 2022 intern als “Project Cortez” bekannt ist und eine Fortsetzung von Modern Warfare 2019 werden soll.

Vanguard soll in weniger als einem Monat gelauncht werden und der Brancheninsider Tom Henderson hat bereits einige Details über den kommenden Teil der Franchise verraten. Infinity Wards Modern Warfare wurde 2019 mit Warzone veröffentlicht, Treyarch brachte 2020 Black Ops Cold War heraus und Sledgehammer Games führen das Rudel mit Vanguard im Jahr 2021 an (das auf der MW19-Engine basiert).

Jetzt, nach den NVIDIA GeForce NOW-Leaks, behauptet Henderson, dass der Titel 2022 eine Fortsetzung von MW19 sein wird. Interessante Neuigkeiten, wenn man bedenkt, wie erfolgreich, aber auch umstritten das Spiel in der Community war.
Ursprünglich wurden auf einer Testseite für NVIDIA GeForce NOW eine Reihe von unveröffentlichten, bisher nicht angekündigten Spielen entdeckt. Darunter befand sich auch ein neuer CoD-Titel: “Project Cortez – Activision Blizzard – Infinity Ward”.

Diese Information wurde inzwischen von Henderson bestätigt, der erklärte, dass der Titel 2022 der Franchise intern als “Project Cortez” bekannt ist und dass es “voraussichtlich eine Fortsetzung von Modern Warfare 2019 sein wird.”

Insgesamt war MW19 so ziemlich einer der erfolgreichste CoD-Titel aller Zeiten, weil die Veröffentlichung des Spiels mit Warzone Millionen von Spielern anlockte. Die Gameplay-Mechaniken, wie Bewegung und Gunplay, sind weithin beliebt – aber Profi-Spieler waren mit einer Reihe von Aspekten nicht zufrieden.

CDL-Profis mochten vor allem Mechanismen wie Türen und Waffenmontage nicht, während sie auch die Spawns und den Map-pool des Spiels in Frage stellten.

Falls ihr also auch zu den verärgerten Profis gehört oder einfach nur auf eine Rückkehr zur Jetpack-Ära von CoD hofft, ist Project Cortez vielleicht keine aufregende Neuigkeit. Für alle anderen Spielern ist es allerdings ein Grund zur Freude.