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Clair Obscur Expedition 33: Collector’s Edition am Zoll beschlagnahmt

fragster Maria Februar 16, 2026

Wer eine Postsendung aus dem Ausland erwartet, muss in vielen Fällen damit rechnen, dass sie in die Hände des Zolls gelangt. Jüngst bestellte jemand die Collector’s Edition von Clair Obscur: Expedition 33 und ein Bestandteil dieser machte bei der Zollkontrolle einen solch antiken Eindruck, dass die Beamten sie kurzerhand beschlagnahmten und zum Kulturministerium schickten.

Artbook sah „zu alt aus“

Für die meisten Sammler ist die Collector’s Edition eines Games häufig sehr viel Geld wert. Nicht umsonst, denn oft bringen diese Bestandteile mit sich, die auch nach Jahren noch Sammlerwert besitzen. In vielen Fällen sehen sie aber auch einfach nur gut aus und somit stellt man sie gerne ins Regal.

Einem Sammler passierte vor kurzem jedoch etwas sehr unerwartetes. Er bestellte im Ausland die Collector’s Edition von Clair Obscur: Expedition 33. Die Sendung landete beim irakischen Zoll, der sie kontrollierte und das darin enthaltene Artbook fand. Dank seiner Erscheinung und seinem mysteriös gestalteten Inhalt wurde es kurzerhand als „kulturell bedeutend“ eingestuft und scheinbar für ein Relikt gehalten. Am Ende landete es zur endgültigen Prüfung beim zuständigen Kulturministerium.

Bekannt wurde der Fall über die Plattform Reddit, wo der Nutzer Ahmed15252 ihn in sämtlichen Einzelheiten schilderte. Glücklicherweise erkannte auch das Kulturministerium, dass es sich nicht um ein als wertvoll einzustufendes antikes Relikt handelte, sondern um ein Videospiel-Artbook unserer Zeit.

My expedition journal art book was detained by customs for being "possibly ancient" 🗿
byu/Ahmed15252 inexpedition33

Community ist amüsiert

Ursache für all das Chaos sei wohl das Aussehen des Artbooks gewesen. Denn zugegeben, es sieht durchaus antik aus und wurde nachträglich gealtert. Dennoch sollte es anhand des Copyright-Hinweises auf dem Cover des Artbooks möglich sein, es als einen Merchandise-Artikel unserer Zeit einzustufen.

Die Antworten auf den Reddit-Post zeigen, dass die Community sich vor allem über den Vorgang amüsierte. Ein Nutzer schlug vor, Sandfall zu verständigen, da die Entwickler das Ereignis sicherlich auch lustig finden.

Andere spekulierten darüber, dass beim Zoll scheinbar niemand Google bedienen könnte und man sich beim Kulturministerium sicherlich auch gefragt hätte, was das soll.

Käufer wartet nach wie vor auf die Zustellung

Der Überprüfungsprozess im Kulturministerium ist bislang noch nicht abgeschlossen. Heißt, der Käufer wartet noch immer auf seine Collector’s Edition von Clair Obscur: Expedition 33. Wie lange sie dauert, weiß im Prinzip keiner und so ist noch etwas mehr Geduld gefragt.

So absurd die Geschichte auch ist, sie hat definitiv Meme-Potenzial.

Dass Sandfall Interactive mit dem Titel etwas Künstlerisches geschaffen hat, bewies sich vor kurzem. Denn das Game wurde in Frankreich als kulturelles Werk mit nationaler Strahlkraft eingeordnet und erhielt den Orden der Künste und Literatur.