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leni | März 29, 2022

CEO von NAVI will Verbindungen nach Russland kappen

Durch den Russland-Ukraine Krieg kam es zu jeder Menge Sanktionen für Russland. Auch im Esport. Die Sanktionen haben Auswirkungen auf so einige Teams, darunter auch Natus Vincere. In einem Interview mit der Washington Post gab der CEO von NAVI Einblicke in die Zukunft der Organisation unter den aktuellen politischen Bedingungen.

In einem Interview hat der CEO von Natus Vincere, Yevhen Zolotarov, erklärt, dass das Team nicht bereit ist, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die in Russland leben. Außerdem deutete der ukrainische Manager an, dass das Team Spieler entlassen werde, die nicht bereit seien aus Russland wegzuziehen.

In dem Interview, in dem zahlreiche Themen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine angesprochen wurden, ging es auch um die Abteilungen CS:GO, Dota 2 und Mobile. Der CEO sprach über seinen eigenen Hintergrund als russischsprachiger Ukrainer und die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts auf das Unternehmen. Er erwähnte auch Pläne zur Auflösung mehrerer Mobile Line-ups.

Probleme mit Dota 2

Das Dota 2-Team von Na’Vi wird von dem russischen Spieler Solo angeführt. Dota 2 wurde in dem Interview von Zolotarov besonders hervorgehoben, weil der CEO auf “Probleme” im Zusammenhang mit dem Spiel hinweist. Aber er stellt klar, dass es sich nicht um politische Probleme handelt: “Es geht eher darum, dass Valve beschlossen hat, die zweite Saison für die CIS-Region wegen des Krieges nicht durchzuführen. Und die dritte Hauptstaffel wird in den Vereinigten Staaten stattfinden.”

“Wir wissen nicht, wie die Aussichten für “Dota 2” in unserer Region im Allgemeinen sind. Ich habe unsere Region früher “CIS” genannt, aber das würde ich nicht mehr tun. Aber es geht nicht um unseren Line-ups; es geht eher um Dota 2 in unserer Region im Allgemeinen.”

In einem geleakten Dokument wurden außerdem drei Hürden genannt, die Valve für CIS/EEU-Teams aufgestellt hat, bevor sie bereit waren, die verschobene DPC-Saison wieder aufzunehmen. Eines dieser Hürden sind Visaprobleme, wie Zolotarov erwähnte. Momentan hat NAVI den russischen Spieler Alexey “Solo” Berezin bei sich im Line-up. Das Team hat auch einen russischen Manager, den ehemaligen Profi-CS:GO-Spieler Aleksandr “Lk-” Lemeshev. Die Visaprobleme sind eine große Herausforderung, denn viele Russen können momentan nirgendwo hinfliegen weil sie kein Visum bekommen. Das behindert die Organisation natürlich extrem.

NAVI CS:GO bleibt bestehen

Auf eine direkte Frage nach dem CS:GO-Line-up von Na’Vi erklärte Zolotarov, dass sie den Star-Line-up mit Oleksandr “s1mple” Kostyliev auf jeden Fall in dieser Form behalten werden. Dieses CS:GO-Line-up von Na’Vi besteht aus drei russischen Spielern: Denis “electroNic” Sharipov, Kirill “Boombl4” Mikhailov und Ilya “Perfecto” Zalutskiy. Der CEO sagte, dass alle drei Spieler dazu bereit wären, aus Russland wegzuziehen.

Man merkt, dass sich die Organisation im Umbruch befindet und durch die neue politische Situation müssen Entscheidungen gefällt werden.. Indem das Team russische Spieler und Mitarbeiter entlässt, könnte es die Verbindung zu einem großen Teil seiner Fans abbrechen. Doch angesichts der Sanktionen trifft die ukrainische Organisation eine klare Entscheidung für die Zukunft.