Die derzeitige Situation rund um die Erscheinung der nächsten Konsolengeneration zieht langsam ihre Kreise, was die Veröffentlichung mancher Games binnen der nächsten Jahre angeht. Aktuell ist Call of Duty: Modern Warfare 4 Teil einer Diskussion, denn dank der Verschiebung könnte das Hauptgame einen Doppel-Release erleben.
Durchkreuzte Pläne beim Entwickler
Activision hatte in diesem Jahre mit Call of Duty: Modern Warfare 4 Großes vor. Zumindest vor Phil Spencers Rücktritt bei Xbox. Jetzt, wo Asha Sharma die Leitung im Unternehmen übernommen hat (wir berichteten), wurde nicht nur der Release der nächsten Xbox-Generation auf nächstes Jahr verschoben, es werden auch an vielen anderen Stellen neue Saiten aufgezogen.
Das bringt so manchen Entwickler, der in diesem Jahr sein neues Game für die nächste Xbox veröffentlichen wollte, ins Straucheln. Activision hatte die Intention, Call of Duty: Modern Warfare 4 zu einem der ersten Exklusivtitel zu machen, die für die neue Konsole erhältlich sind. Prinzipiell hätte sich das Unternehmen auf diesem Weg sehr gut auf dem Markt positioniert, vor allem nach dem eher zurückhaltenden Erfolg, den Call of Duty: Black Ops 7 eingefahren hat. Zudem hätte man die Chance nutzen können, um gemeinsam mit GTA 6 um den Bestplatz der Charts zu kämpfen.
Dank der Verschiebung muss der Publisher nun umdenken und zieht stattdessen einen Doppel-Release in Betracht. Gleich zwei Call of Duty-Games sollen es werden, die es auf die neue Konsole schaffen. Dabei hatte sich Activision vor nicht allzu langer Zeit eigentlich vorgenommen, langsamer zu agieren und weniger Druck aufzubauen, um etwaige Flops wie Call of Duty: Black Ops 7 zu vermeiden.
Neben einem traditionellen Call of Duty-Multiplayer soll ein eigener Zombies-Titel erscheinen. Entwickelt wird dieser nach aktuellen Vermutungen von Treyarch. Das Ganze würde dann ablaufen wie man es bei Infinite Warfare und Modern Warfare Remastered erlebt hat.
Strategie der Veröffentlichungen soll sich dennoch ändern
Seitens Microsoft gibt es dennoch einen gewissen Druck auf Activision. Jährliche Releases soll es nicht mehr geben. Stattdessen soll unter Asha Sharma das Konzept entstehen, schneller auf aktuelle Trends zu reagieren und so etwas agiler zu werden. Auf diesem Weg hätte sich Call of Duty beispielsweise die Vorzüge eines Extraction-Shooters zunutze machen können, indem man einfach ein entsprechendes DMZ-Update einspielt.
Wie genau Activision nun bei Call of Duty: Modern Warfare 4 vorgeht, bleibt abzuwarten. Zuletzt sollte es noch in diesem Jahr erscheinen, durch die Verschiebung der nächsten Konsolengeneration werden Fans sicherlich noch etwas länger warten müssen. Ob es dann allerdings zu einem Doppel-Release kommt, ist jetzt noch nicht absehbar.


