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Call of Duty Black Ops 7: Activision verhängt gigantische Bann-Welle von Nutzerkonten aufgrund von Cheating

fragster Maria Dezember 26, 2025

Activision hat sich schon seit jeher gegen das Cheaten im Game ausgesprochen und ging auch in der Vergangenheit bereits massiv gegen derartige Fälle vor. Aktuell kam es zu einer großen Bann-Welle zahlloser Nutzerkonten, die der Entwickler sperrte, da die Nutzer von einer bestimmten Betrugssoftware Gebrauch machten. Gleichwohl geht es den Entwicklern und Vertreibern jener Software an den Kragen.

Cheater sind nach wie vor großes Problem

Das Thema Cheating in Videospielen ist nicht neu. Schon seit jeher versuchen Nutzer, sich gegenüber ihren Mitstreitern Vorteile zu sichern, selbst wenn sie hierfür unlautere Mittel einsetzen müssen. Kompetitive Shooter wie Call of Duty waren hiervon eigentlich schon immer betroffen, auch wenn Activision bei diesem Thema überhaupt keinen Spaß versteht.

Um gegen Cheater vorzugehen, wurde vom Entwickler sogar ein neues Sicherheitssystem im Game integriert. Dieses trägt den Namen Ricochet und es erkennt zahlreiche Manipulationen und andere Methoden, die Spieler dazu anwenden, um ein Spiel auf unfairen Wegen zu gewinnen. Laut Activision hatte das Programm jedoch so viel Arbeit in diesem Jahr, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Leider werden die Spieler auch immer erfinderischer, um die Studios übers Ohr zu hauen.

Statistiken zeigen mehr als 800.000 permanent gesperrte Konten

Kürzlich veröffentlichte der Publisher auf der Plattform X entsprechende Statistiken, anhand denen erst das ganze Ausmaß des Cheatings klar wird. Mehr als 800.000 Accounts wurden seitens Activision permanent gesperrt. Das heißt, die Spieler können sich nicht mehr im Game einloggen, auch nicht wenn sie sich neu registrieren wollen.

Dabei ist es so, dass man im Studio nicht anstrebt, seinen Fokus auf die Sperrung einzelner Nutzer zu legen. Stattdessen soll mittels der Anti-Cheating-Erkennung das gesamte wirtschaftliche Ökosystem hinter dem Betrug ausgerottet werden. Dass das System wirksam arbeitet, zeigt sich anhand der eben erwähnten Zahlen und das ist womöglich nur der Anfang einer sehr viel größeren Cheater-Problematik.

Aus den Statistiken ging auch hervor, dass die erfassten Daten nicht ausschließlich nach der offiziellen Veröffentlichung des Games entstanden sind. Cheating-Versuche und entsprechende Software gab es schon während der Beta-Phase. Das System erkennt sie in 97 Prozent der Fälle innerhalb von 30 Minuten, nachdem sich ein User eingeloggt hat.

Entwickler und Wiederverkäufer werden ins Visier genommen

Um das Problem an der Wurzel zu packen, ist jedoch nicht nur die Anti-Cheating-Software im Game im Einsatz. Gleichzeitig werden von Activision diejenigen aufs Korn genommen, die für das Problem verantwortlich sind. Denn solange es noch Entwickler von Betrugssoftware gibt und diejenigen, die sie weiterverkaufen, wird es keine Lösung geben.

Alleine bei Black Ops 6 und Warzone gab es 70 Anbieter von Cheating-Software und 300 Reseller, die zerschlagen werden konnten. Der Druck wurde nach der Veröffentlichung des siebten Teils von Call of Duty noch weiter erhöht. Inzwischen konnten einige der größeren Anbieter zerschlagen und etwa 40 Netzwerke zerstört werden, die als Reseller fungierten.

Erfolg ist ehrlichen Fans zu verdanken

Dass die integrierte Sicherheitssoftware so gut funktioniert, ist hauptsächlich den ehrlichen Spielern des Games zu verdanken. Denn sie stimmten mit der Installation des Games zu, Sicherheitsfeatures auf dem PC zu installieren.

Um Call of Duty: Black Ops 7 spielen zu können, muss der Computer außerdem über TPM 2.0 (Trusted Platform Module), sowie einen Secure Boot verfügen. Andernfalls kann der Spieler das Game nicht starten. Zusätzlich arbeitet Activision daran, zusätzlich einen „Secure Attestation Wizard“ zu entwickeln. Dieses soll vor allem den Spielern dabei helfen festzustellen, ob in ihrem System alles vorhanden ist, um das Game zu spielen.

Ricochet ist immer weiter in der Entwicklung. Inzwischen kann das Sicherheitsprogramm nicht mehr nur unnatürliche Bewegungen und Bots erkennen. Es ist auch dazu in der Lage, Spieler zu erkennen, die mit rasanter Schnelligkeit in der Bestenliste aufsteigen.