Monte gehören zu den Geschichten des IEM Cologne Major 2026. Ein Sieg über BIG, ein Triple-Overtime-Krimi gegen G2 und nun ein 13:11 über CAC-Champion Legacy bringen das Team mit einer 2:1-Bilanz in den dritten Turniertag. Aurimas „Bymas“ Pipiras sprach nach dem Sieg über Legacy – und machte aus seinem Selbstvertrauen keinen Hehl.
Beinahe an sich selbst gescheitert
Der Erfolg über Legacy war holpriger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Ein technisches Problem direkt nach der gewonnenen Pistolenrunde bremste Montes Schwung im denkbar ungünstigsten Moment, und im Laufe der Map schlich sich Frust ein. Bymas räumte offen ein, man habe beinahe gegen sich selbst verloren und kämpfe mit Tilt-Problemen, die man dringend in den Griff bekommen müsse – während eines Majors dürfe man nicht den Kopf verlieren. Dass das 13:11 komfortabler hätte ausfallen können, gestand er ein, doch ein Team von Legacys Qualität in dieser Phase überhaupt zu schlagen, sei ein Statement.
Die knappe Niederlage als Antrieb statt Last
Der Vorstellung, die enge G2-Pleite habe vor dem Legacy-Match auf die Stimmung gedrückt, widersprach Bymas entschieden. Das Triple-Overtime-Resultat habe das Selbstvertrauen des Teams sogar gestärkt, auch wenn es nicht zu Montes Gunsten ausging. Man sei stolz auf die Leistung gewesen und hätte die Partie gegen G2 eigentlich sogar zu Ende bringen müssen. Die besten Teams, so Bymas, sollten Angst vor Monte haben, denn man sei zum Kämpfen angetreten.
Eine große Empfehlung für Gizmy
Bymas ist der einzige Spieler im Aufgebot mit echter Major-Erfahrung – sein bislang einziger Auftritt auf der größten Bühne war 2021 mit MOUZ bei der PGL Stockholm. Umso bemerkenswerter fiel sein Urteil über den jungen IGL Jack „Gizmy“ von Spreckelsen aus. Bei seinem ersten Major und kaum in der Tier-1-Karriere angekommen, zeige der 19-Jährige keinerlei Anzeichen des Drucks, den man erwarten würde. Er sei mutig, übernehme die Calls, mache nicht zu und habe stets Ideen, lobte Bymas – er glaube, Gizmy könne einer der besten Leader des Spiels werden.
Vom Bangen vor dem 0:3 zum Glauben an die Playoffs
Vor dem Turnier hatte Bymas vom Erreichen der Playoffs geträumt – zwei Tage später wirkt dieser Traum deutlich greifbarer. Anfangs sei man vor allem mit dem Gedanken angereist, bloß nicht mit 0:3 auszuscheiden, schilderte er. Nun, bei einer 2:1-Bilanz, sei das ein enormer Schub für das Selbstvertrauen. Es beweise, dass man mit den besten Teams mithalten könne und vor niemandem Angst haben müsse. Ob dieser Schwung Monte tatsächlich nach Stage 3 trägt, entscheidet sich nun im nächsten Best-of-Three.
