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Fabio | Oktober 19, 2021

Brauchst du wirklich eine Esport Maus? | Guide

Wenn es um Computer-Mäuse geht, kaufen die meisten Leute einfach das, was so gerade im Angebot ist. Als Gamer musst du dir aber ein bisschen mehr Gedanken machen, denn die Qualität deiner Maus ist wirklich wichtig für deine Performance!

Bei MOBAs und Strategie-Spielen geht es oft um hunderte Klicks pro Minute, die entscheiden, ob du gewinnst, oder verlierst. Bei Shootern zählt es, ob du in millisekundenschnelle den richtigen Pixel treffen kannst.

Wenn du also vor dem Kauf neuer Hardware stehst, dann lohnt es sich, die Gaming und Esport Mäuse etwas genauer anzuschauen. Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen den Standard-Mäusen, die gefühlt jede Firma im Büro stehen hat, und den 100-Euro-Dingern von Zowie, Razer, und wie sie alle heißen? Und ist der Unterschied so groß, das sich der Aufpreis auch echt rechtfertigt? Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns mit dir die wichtigsten Eigenschaften von Computermäusen an.

Eine Esport Maus ist oftmals besser für Gaming geeignet als die herkömlichen Büro-Mäuse

Eine Esport Maus ist oftmals besser für Gaming geeignet als die herkömlichen Büro-Mäuse (via Unsplash)

Was eine Esport Maus ausmacht

Bevor du hier weiterliest – das gleiche haben wir auch für Esport Tastaturen gemacht.

Also, was macht eine Computer-Maus gut? Erstmal gibt’s da den Sensor, der die Bewegungen auf dem Mauspad scannt und in Zeigerbewegungen auf dem Bildschirm übersetzt. Da gibt es auch riesige Qualitätsunterschiede, die du am besten in professionellen Reviews nachliest.

Mäuse hatten vor nicht allzu vielen Jahren noch Bälle am Boden. Die rollten hin und her und anhand der Bewegung konnte die Maus dann erkennen, wie sie sich bewegt. Das hat für den Esport damals noch gereicht, aber jetzt setzt jeder auf die optischen Sensoren, die in modernen Mäusen verbaut sind. Aber wo genau ist jetzt der Unterschied zwischen Gaming/Esport-Sensoren und den herkömmlichen Mäusen?

Da spielt die DPI ganz stark mit. DPI steht für Dots per Inch und beschreibt, wie viele Abstände die Maus pro Zoll erkennen kann. Erstmal gilt da auf Papier – je höher, desto besser.

Die DPI ist gar nicht so wichtig

3kliksphilip hat ein wirklich gutes Video zu dem Thema gemacht. Wenn du nicht gerade mit 100 DPI oder 20000 DPI spielst, dann ist der Wert relativ egal. Die In-Game-Einstellungen lassen dich feintunen, wie schnell sich der Cursor am Ende bewegt. Und praktisch jede Gaming und Esport Maus, die es heutzutage auf dem Markt gibt, hat genug DPI um flüssige Bewegungen zu ermöglichen. Bei den Standard-Mäusen solltest du aber vorsichtig sein.

Die Polling-Rate bestimmt, wie viele Updates deine Maus pro Sekunde an den Rechner schickt. 125 Hz ist dabei der Standard, den du bei einer herkömmlichen Maus erwarten kannst. Das hört sich erstmal nach viel an, aber wenn du Shooter mit beispielsweise 300 FPS spielst, dann aktualisiert dein Movement sich fast nur alle drei Frames!

Gaming-Mäuse locken deswegen gerne mit 250, 500, oder sogar 1000 Hz. Ob die 1000 jetzt wirklich nötig ist, lässt sich debattieren. Aber schaden tut es zumindest nicht!

Das Layout der Esport Maus kann entscheidend sein

Gerade in MOBAs und Real-Time-Strategy-Spielen wie StarCraft sind die Maustasten unglaublich wichtig. Genau wie bei einer guten Tastatur brauchst du Schalter, die leicht zu klicken sind, einen guten Druckpunkt haben, und vor allem richtig richtig lange halten. Bei 400 Klicks pro Minute kommst du schon mal locker auf 12000 Klicks pro Stunde!

Und dann gibt es auch noch die Zusatzfeatures. Wenn du dir ne 10-Euro Office-Maus von Microsoft holst, dann kriegst du halt nur das. Ne Maus mit zwei Tasten und nem Scroll-Wheel. Für viele reicht das vielleicht aus, aber was ist, wenn du MMO-Games zockst?

Für solche Fälle gibt es spezielle Gaming und Esport Mäuse, die Extra-Tasten haben. Die sind in vielen Fällen was Positionierung und Größe angeht perfekt auf diese Spiele abgestimmt. Selbst für FPS-Zocker lohnen sich ein paar Buttons, die du zum Beispiel mit Granaten-Binds belegen kannst.

Dann gibt es noch Mäuse mit Zusatzgewichten, damit du das Gewicht perfekt für deine Hand abstimmen kannst. Ob das wirklich wichtig ist, das wissen wir nicht so richtig. Die meisten Esport Mäuse, die wir im Internet finden, haben das nämlich nicht, und trotzdem zocken die Pros alle gut damit.

Heutzutage darf’s auch kabellos sein!

Die letzte Frage, die du dir stellen musst, ist: Wired oder Wireless? Bis vor ein paar Jahren war für Gamer klar – die Esport Maus muss verkabelt sein, ansonsten wird das mit der Reaktionszeit nichts. Da hat sich in letzter Zeit aber auch viel getan. Jetzt sehen wir Profi-Spieler mit Wireless-Mäusen an Mega-Events teilnehmen. Und wenn die ihre Headshots mit Wireless schnell genug machen können, dann kriegst du das bestimmt auch hin!

Und klar, es gibt noch Sachen wie Touchpads oder Track-Ball Mäuse, aber die ignorieren wir für den Esport einfach mal. Auch wenn es einige Pros gibt, die mit dem Trackball besser zielen können, als andere mit einer richtigen Maus…

Also genau wie bei den Esport Tastaturen kommen wir zu dem gleichen Schluss: Gaming und Esport Mäuse sind halt wirklich ein bisschen besser. Viele Zusatzfeatures sind genau auf das abgerichtet, was bestimmte Zocker und vor allem Esportler brauchen. Es ist aber auch einiges wieder Marketing-Gelaber. Du wirst nun eben nicht zu nem Profi-Spieler, weil deine Esport Maus 1000 Hz hat!