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Boys’-Love-E-Book in Korea entfernt – Hauptfigur ähnelte Faker zu stark

fragster Jonas November 29, 2025

Ein neu erschienenes südkoreanisches Boys‘-Love-E-Book hat in der League-of-Legends-Community für erhebliche Diskussionen gesorgt. Das Erotikwerk, das auf der Plattform Ridi nur für volljährige Leser angeboten wurde, soll eine Hauptfigur enthalten haben, deren Karriere und Erfolge auffallend stark an T1-Star Lee „Faker“ Sang-hyeok erinnern.

Der Protagonist trägt den Spitznamen „Tiger“, ist ein überragender Mid-Laner, mehrfacher Weltmeister und gilt als unbesiegbarer Anführer seines Teams – eine Beschreibung, die Fans sofort mit dem realen LoL-Superstar in Verbindung brachten. Die darauf folgende Kritik führte letztlich zur Entfernung des E-Books.

Story zeigt klare Parallelen zur Karriere des T1-Superstars

Leserinnen und Leser stellten schnell fest, dass der erzählerische Verlauf nahezu deckungsgleich zu Fakers tatsächlicher Laufbahn ist. Besonders drei Punkte fielen auf:

1. Titelserien

  • Roman: Tiger gewinnt zwei Weltmeistertitel hintereinander
  • Realität: Faker gewann 2015 und 2016

2. Rückschlag

  • Roman: Scheitert beim dritten Versuch
  • Realität: Finalniederlage 2017

3. Comeback

  • Roman: Jahre später Rückkehr + erneuter Sieg
  • Realität: Titel 2023-2025

Sogar die Darstellung eines Teamzusammenbruchs während Tigers Ausfall erinnert an T1s bekannte Schwächephase, als Faker 2023 verletzungsbedingt pausieren musste.


Autor entschuldigt sich – Roman wird vollständig zurückgezogen

Der Autor Lee Eun-gyu reagierte nach dem wachsenden öffentlichen Druck:

  • öffentliche Entschuldigung
  • Eingeständnis, dass er die Ähnlichkeit unterschätzt habe
  • Bestätigung, dass keine bewusste Vorlage beabsichtigt war
  • sofortige Entfernung des E-Books von Ridi
  • Versprechen, keine überarbeitete Version zu veröffentlichen

Lee erklärte, die Story sei konzipiert worden, bevor T1 seine jüngsten Weltmeistertitel errang. Dennoch habe er Verständnis für Kritik und übernehme die Verantwortung dafür, dass Leser den Bezug als unangemessen empfanden.

Ein ungewöhnlicher Vorfall in der Esport-Literatur

Erotische Fiktion mit Anspielungen auf reale Esport-Stars ist in Korea kaum verbreitet – der Vorfall zeigte entsprechend große Wirkung. Für viele Fans überschritt das E-Book eine Grenze, weil Faker als einer der respektiertesten Spieler der Szene gilt und der Roman explizite Passagen enthielt.

Andere sehen darin ein Beispiel dafür, wie stark Esport-Figuren längst Teil der Popkultur geworden sind – inklusive literarischer und fiktionaler Ableger.

Fragster hält dich über weitere Entwicklungen in dieser ungewöhnlichen Kontroverse auf dem Laufenden.