Team Liquid hat sich in Malta den Titel bei BLAST Slam VI gesichert und Natus Vincere im Grand Final mit 3:1 geschlagen. Damit krönt Liquid ein Turnier, das über weite Strecken von Tempo-Dota, Draft-Mindgames und auffällig vielen dominanten Mid-Performances geprägt war – und liefert gleichzeitig ein Statement, dass die Saison 2026 für Liquid nicht nur „gut startet“, sondern direkt nach Trophäe riecht.
Finale in Malta: NaVi kommt zurück – Liquid macht den Deckel drauf
Die Best-of-5-Serie hatte den typischen Finals-Vibe: Beide Teams fanden früh ihre Momente, NaVi konnte zwischenzeitlich das Momentum drehen – aber Liquid wirkte über die gesamte Distanz stabiler in den entscheidenden Phasen. Vor allem in den späteren Maps spielte Liquid die eigenen Win-Conditions konsequenter aus, während NaVi in zu vielen Situationen gezwungen war, riskante Kämpfe zu nehmen, um nicht langsam aus dem Spiel zu rutschen.
Für Liquid ist der Sieg nicht nur wegen des Preisgelds wichtig, sondern wegen der Wirkung: In einem LAN-Finale gegen NaVi musst du nicht nur besser klicken – du musst mental standhalten, wenn Drafts und Teamfights kippen. Genau da sah Liquid am Ende reifer aus.
Nisha im Mittelpunkt: Wenn Midlane zur Kontrollzentrale wird
Rund um den Finalsieg dreht sich die Diskussion seit Stunden vor allem um einen Namen: Nisha. In aktuellen Stimmen aus der Szene wird sein Impact als Schlüssel beschrieben – nicht nur wegen Kills oder Highlights, sondern weil Liquid über die Midlane so viel Kontrolle über Tempo, Rotationen und Objectives erzeugen konnte.
Das passt auch ins Gesamtbild von BLAST Slam VI: Wer das Midgame diktiert, diktiert das Match. Und Liquid war in genau diesen Phasen auffällig sauber.
Was das Ergebnis für NaVi bedeutet
Für NaVi ist Platz zwei kein Desaster – aber ein Reminder. Das Team hat in diesem Turnier gezeigt, dass es auf Top-Niveau mithalten kann und auch in engen Serien Lösungen findet. Gleichzeitig wurde im Finale sichtbar, dass Liquid in den „Closing Moments“ aktuell einen Tick klarer wirkt: bessere Risikoabwägung, bessere Objective-Entscheidungen, weniger „Alles-oder-nichts“-Fights.
Die spannende Frage nach diesem Turnier: Bleibt NaVi bei der Linie und baut auf Konstanz – oder wird intern wieder über Anpassungen gesprochen, um in Finals nicht nur mitzuhalten, sondern sie auch zuzumachen?
Neuigkeiten der letzten 16 Stunden: BLAST Slam VII offiziell angekündigt – mit Format-Änderungen
Parallel zum Finals-Resultat hat BLAST in den letzten Stunden BLAST Slam VII in Kopenhagen offiziell gemacht – inklusive Format-Anpassungen und einem Event-Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni 2026. Für Fans ist das ein wichtiges Signal: BLAST setzt die Serie nicht nur fort, sondern schraubt aktiv am Produkt.
Heißt auch: Der nächste große Gradmesser steht bereits am Horizont – und Liquid geht dort nicht mehr als „Titelkandidat“, sondern als Team an den Start, das gerade bewiesen hat, dass es Finals gewinnen kann.
Kurzer Ausblick: Liquid als Maßstab – NaVi als Jäger
BLAST Slam VI endet mit einem klaren Narrativ: Liquid ist 2026 früh auf Titelkurs. NaVi bleibt gefährlich, aber muss sich fragen lassen, warum es in den entscheidenden Maps nicht mehr Zugriff bekam. Und über allem schwebt schon der nächste Fixpunkt: Kopenhagen.
Wenn BLAST Slam VII ähnlich dicht wird wie Malta, ist die Bühne perfekt für ein Rematch – nur diesmal mit noch mehr Druck auf beiden Seiten.


