Der Startschuss für das Call of Duty: Black Ops 6 Turnier beim Esports World Cup in Riad fiel spektakulär – doch nicht nur wegen der Matches. Trotz packender Duelle und überzeugender Auftritte einiger Favoriten dominierten am ersten Turniertag vor allem zwei Dinge: technische Probleme und unerwartete Unsicherheiten bei namhaften Teams wie FaZe Clan und SoaR. Während OpTic Gaming einen perfekten Auftakt hinlegte, gerieten andere Schwergewichte früh ins Straucheln.
Auftakt in Riad: Favoriten marschieren, Technik patzt
Was als Fest für CoD-Fans geplant war, geriet am Donnerstag streckenweise zum Geduldsspiel. Über zwölf Stunden hinweg wurden mehr als ein Dutzend Begegnungen ausgetragen – ein Marathon, der weniger am Matchplan, sondern mehr an technischen Komplikationen lag. Serverabstürze, Verzögerungen und ein falscher Mappool-Eintrag („Protocol Hardpoint“ statt korrekter Map) sorgten für zahlreiche Unterbrechungen. Zwar konnte die Turnierleitung schnell reagieren, doch das Chaos hinterließ Spuren – und viele Profis nahmen die Panne mit Galgenhumor.
OpTic Gaming dominant – FaZe mit Fehlstart
Sportlich hielt der erste Tag überwiegend, was er versprach: Titelkandidaten wie OpTic Gaming präsentierten sich von Beginn an souverän. Die frisch gekrönten CDL-Champions ließen nichts anbrennen und fertigten sowohl das Amateurteam Five Fears als auch Cloud9 mit 3:0 ab. Auch wenn einzelne Karten knapper waren als das Endergebnis vermuten lässt, überzeugte OpTic mit einer konstanten Leistung in allen Modi.
OpTics Bilanz am ersten Tag:
| Gegner | Ergebnis | Weitergekommen |
|---|---|---|
| Five Fears | 3:0 | ✔️ |
| Cloud9 | 3:0 | ✔️ |
Auch SoaR – von vielen als Geheimfavorit gehandelt – konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und wirkte in den entscheidenden Momenten zu passiv.
Durchwachsener Start für 100 Thieves
Mit großen Ambitionen gestartet, zeigte sich auch 100 Thieves noch nicht in Topform. Zwar gelang gegen Gentlemates ein knapper Auftaktsieg, doch gegen Vancouver Surge fehlte die Kontrolle: Die 1:3-Pleite offenbarte Defizite im Teamplay – insbesondere Schlüsselspieler wie Envoy und Scrap blieben blass. Noch ist für das Traditionsteam nichts verloren, doch am Freitag muss eine klare Leistungssteigerung her.
Bracket-Qualifikation: Wer ist weiter?
Trotz holpriger Bedingungen schafften es einige Teams frühzeitig, das Ticket fürs Bracket Play zu lösen – darunter neben OpTic auch Vancouver Surge, Movistar KOI und das beeindruckend aufspielende Team Heretics.
Bereits qualifiziert:
- OpTic Gaming
- Team Heretics
- Movistar KOI
- Vancouver Surge
Müssen am zweiten Tag ums Weiterkommen kämpfen:
- FaZe Clan
- 100 Thieves
- Cloud9
- OMiT
- SoaR
- Five Fears
- Gentlemates
- Weitere Amateurteams
Zwischen Chaos und Klarheit: Ein erster Turniertag mit Ansage
So turbulent der Auftakt auch verlief – sportlich blieben große Sensationen bislang aus. Die Favoriten setzten sich weitgehend durch, auch wenn einige ihrer Vorstellungen Anlass zur Sorge geben. Besonders für FaZe, SoaR und 100 Thieves wird der zweite Tag zum Prüfstein: Verlieren verboten, sonst droht das frühe Aus.
Die technischen Schwierigkeiten, so hoffen Spieler und Fans gleichermaßen, gehören ab Freitag der Vergangenheit an. Denn eines ist klar: Wenn das Setup stimmt, steht einem spektakulären Black Ops 6 Turnierverlauf nichts im Weg.


