Berufe in World of Warcraft: Shadowlands – lohnen sich die Berufe noch?

Wer in World of Warcraft an das Berufe-System denkt, der ist meist geteilter Meinung. Einerseits lohnen sich Sammelberufe wie weit Beginn des Spiels, aber die Herstellungsberufe sind nur bedingt sinnvoll. So war zumindest die Meinung, bevor Blizzard die neue Erweiterung Shadowlands auf den Markt gebracht hat. Doch wie sieht es jetzt aus? Lohnen sich die Berufe in WoW Shadowlands wieder mehr und wenn ja, warum ist das so?

Wie viele Berufe kann ich in Shadowlands wählen?

In World of Warcraft sollte sich jeder Charakter für zwei Berufe entscheiden. Das ist die maximale Anzahl an Berufen, die gleichzeitig erlernt werden darf. Zur Auswahl stehen dem Spieler pro Charakter

  • acht Hauptberufe
  • drei Sammelberufe

Abgesehen von den Haupt- und Sammelberufen gibt es auch Nebenberufe, die unabhängig von den zwei gewählten Berufen von jedem Charakter erlernt werden können. Hier handelt es sich zusätzlich um

  • Angeln (mit neuen Ködern können bestimmte Fische angelockt werden)
  • Kochkunst (hier hat sich nichts verändert, begehrt sind nach wie vor Bufffood, Festmale und mehr)
  • Archäologie (noch kein Lehrer in Shadowlands verfügbar, daher offenbar „entfernt“)
  • Erste Hilfe (wird in Shadowlands nach wie vor nicht mehr benötigt)

Welche Berufe gibt es in World of Warcraft?

Da in WoW Shadowlands viele Änderungen am Berufe-System vorgenommen wurden, könnten auch wieder fast alle Berufe lukrativ und interessant für Spieler sein. Aus diesem Grund stellen wir nachfolgend eine kurze Liste vor, welche Berufe die WoW-Charaktere überhaupt wählen könnten.

Hauptberufe:

  • Alchemie
  • Ingenieurskunst
  • Inschriftenkunde
  • Juwelierskunst
  • Lederverarbeitung
  • Schmiedekunst
  • Schneiderei
  • Verzauberkunst

Sammelberufe:

  • Bergbau
  • Kräuterkunde
  • Kürschnerei

Was hat sich an den Berufen in Shadowlands geändert?

Kommen wir nun zum spannenden Teil, denn jeder Berufe-Fan in WoW möchte natürlich wissen, was in Shadowlands jetzt anders ist.

Optionale Handwerksmaterialien

Eine besonders große Änderung in der neuen Erweiterung betrifft die optionalen Handwerksmaterialien. Diese können nun zu herstellbaren Gegenständen hinzugefügt werden, um die Gegenstände zu verändern.

Der Name „Optional“ besagt bereits, dass es keine Pflicht ist. Stattdessen können Spieler beim Herstellen der bestimmten Gegenstände entscheiden, ob sie freiwillig die Handwerksmaterialien hinzufügen wollen, um die Gegenstandsstufe zu verändern oder zusätzliche Effekte zu integrieren.

Nachfolgend eine Übersicht, welche optionalen Handwerksmaterialien es derzeit gibt:

  • Schriften: Diese Materialien fügen dem Gegenstand sekundäre Werte hinzu, beispielsweise Tempo.
  • Male: Hierbei handelt es sich um Male des Handwerkers, um die Gegenstandsstufe, aber auch die benötigte Stufe der Ausrüstung von Shadowlands zu verändern.
  • Relikte: Um alte Ausrüstung in der Gegenstandsstufe oder in der benötigten Stufe zu verändern, werden dagegen Relikte der Vergangenheit als Handwerksmaterial benötigt.

Abgesehen von diesen drei Haupt-Features gibt es noch einige weitere Materialien, die noch zusätzliche Effekte aufweisen.

  • Dauer: Um die Effektdauer von Fläschchen zu erhöhen, kommt ein Beutel des Alchemisten zum Einsatz.
  • Skillen: Wer den Beutel des Handwerkers nutzt, hat die Chance auf zusätzliche Skillpunkte.
  • Bufffood: Um Sättiungseffekte in der Arena und auf dem Schlachtfeld auch nach dem Tod beizubehalten, eignen sich die verstärkten Gürtungen. Der Gelockerte Gürtel wird dagegen eingesetzt, um den Sättigungs-Effekt des Essens länger anhalten zu lassen.
  • Geschwindigkeit: Zur Beeinflussung der Schwimmgeschwindigkeit wird der Hydrodynamische Beschleuniger verwendet. Wer die reine Bewegungsgeschwindigkeit erhöhen möchte, nutzt dagegen die Schattenhafte Hasenpfote.
  • Sonstiges: Sockel lassen sich mit der Elethiumfassung hinzufügen. Um den Fallschaden zu reduzieren, wird die Luxuriöse Feder verwendet. Beim Abschließen von Weltquests erhalten Spieler mit dem Nekrotischen Mikrokondensator eine Erhöhung des Primärattributs.

Die verschiedenen Materialien können von unterschiedlichen Berufen hergestellt werden. Da es sich um sehr nützliche Effekte handelt, sind fast alle diese Reagenzien auch im Auktionshaus sehr gefragt – das bedeutet eine dauerhafte Einnahmequelle für verschiedene Berufe.

Legendäre Gegenstände

In Shadowlands können Spieler außerdem nun legendäre Gegenstände herstellen, benötigen hierzu aber eine Art „Blanko-Rüstung“ von einem Herstellungsberuf. Auf diese Weise werden Schmiedekunst und Co. wieder relevanter – ein Punkt, den Blizzard in den vergangenen Erweiterungen nicht so gut gestaltet hat.

Auf diese Weise kann es sinnvoll sein, nicht nur die „klassischen Herstellungsberufe“, die immer viel Gold abwerfen, zu wählen. Stattdessen sind durch die Materialien für die legendären Gegenstände auch Schneider, Lederer und Schmiede wieder sehr gefragt.

Gut zu wissen: Da der Zufallsfaktor in World of Warcraft schon oft für Unmut gesorgt hat, gibt es mit dem neuen System nun endlich eine Lösung. Spieler können beim Runenmetz wählen, für welchen Ausrüstungs-Slot der Gegenstand sein soll und welchen legendären Effekt und welchen sekundären Wert er besitzen soll.

Je nachdem, welchen Ausrüstungs-Slot ein Spieler mit einem legendären Gegenstand versehen möchte, werden unterschiedliche „rohe“ Rüstungen von Berufen benötigt. Zum Herstellen eines legendären Gegenstandes wird Folgendes benötigt:

  • eine von Berufen hergestellte „leere“ Rüstung für den gewünschten Slot
  • eine legendäre Eigenschaft für diesen Slot, die bereits freigeschaltet wurde
  • gewünschte Schriften für die Sekundärwerte
  • Seelenasche aus Torghast

Um die leere Rüstung (und die Schriften für die Sekundärwerte) zu erhalten, sind je nach Slotplatz andere Berufe erforderlich:

  • Juwelierskunst: Der Juwelenschleifer stellt die Rüstungen her, die für legendäre Ringe und legendäre Halsketten benötigt werden.
  • Schneiderei: Die Schneider stellen die legendären Stoffrüstungen sowie die legendären Umhänge her.
  • Lederverarbeitung: Lederer sind für die legendären Lederrüstungen sowie für die legendären Kettenrüstungen zuständig.
  • Schmiedekunst: Der Schmied ist nur für die legendären Plattenrüstungen verantwortlich.
  • Inschriftenkunde: Die Schriften für die Sekundärwerte stammen von diesem Beruf. Für jeden legendären Gegenstand werden zwei Schriften benötigt, sodass Inschriftenkundler stark profitieren. Zur Verfügung stehen die Schriften des Tempos, kritischen Treffers, Meisterschaft oder Vielseitigkeit.

Übrigens: Obwohl die Juwelenschleifer, Schneider, Lederverarbeiter und Schmiede als Einzige die leeren Rüstungen herstellen, benötigen auch sie noch andere Berufe oder deren Items. Für die Herstellung werden beispielsweise Gegenstände des Verzauberers benötigt (z.B. die Verzauberte lichtlose Seide für die Stoffrüstungen). So gelangt also auch der Verzauberkunst-Beruf in die Liste der sinnvollen Berufe in Shadowlands. Auch Alchemisten sind an den legendären Gegenständen beteiligt, da sie wiederum für bestimmte Barren-Transmutationen verantwortlich sind.

Als wäre dieses System der legendären Gegenstände nicht schon umfassend genug, so haben Spieler zusätzlich die Möglichkeit, ihre legendären Gegenstände aufzuwerten. Hierfür wird erneut ein Basisgegenstand benötigt – allerdings dieses Mal ein Item der Stufe 2, wenn ein Charakter den legendären Gegenstand von Level 1 auf 2 upgraden möchte. Maximal ist eine Aufstufung auf Rang 4 möglich.

Tagebücher

Wer in der Welt von Shadowlands Gegner tötet oder Weltquests erledigt, hat die Chance, die neuen Tagebücher im Spiel zu finden. Diese Tagebücher (im Englischen auch Journals genannt) ermöglichen dem Spieler, schneller Skillpunkte zu sammeln.

Der Charakter kann pro Woche nur ein Tagebuch lesen – er muss sich also entscheiden, für welchen Beruf er pro Woche fünf Skillpunkte extra haben möchte.

Welche Neuerungen gibt es für die einzelnen Berufe?

Nachfolgend bieten wir noch eine kleine Übersicht, was in den einzelnen Berufen in Shadowlands im Detail neu ist. So findet jeder Spieler schnell eine Information darüber, wie sich Berufe vielleicht im Gegensatz zu früher verändert haben oder welcher Beruf sich jetzt für einen Neueinstieg besonders lohnen würde.

  • Alchemie: In Shadowlands erhalten Alchemisten Waffenöle zurück und können zudem wieder alchemistische Transmutationen durchführen. Die Gegenstände, die durch die Transmutation hergestellt werden, sind ebenfalls für die legendären Rüstungen nötig. Bei den Fläschchen gibt es ebenfalls Neuerungen, denn es gibt jetzt nur noch zwei Fläschchen. Ein Fläschchen erhöht alleine den Ausdauert-Wert und das zweite Fläschchen den jeweiligen Hauptwert des Charakters (Stärke, Beweglichkeit oder Intelligenz).
  • Ingenieurskunst: Hier hat sich in Shadowlands recht wenig verändert. Es gibt wieder Schusswaffen und einige Spielereien für den Ingenieur als auch andere Spieler. Immerhin kann der Beruf für den Spieler selbst recht nützlich sein, um beispielsweise Gegner zu kontrollieren oder im Kampf wiederzubeleben. Praktisch außerdem, dass Ingenieure in Oribos auf ein Auktionshaus zugreifen dürfen.
  • Inschriftenkunde: Die neuen Schriften sind in Shadowlands sehr gefragt, da sie unter anderem für die legendären Gegenstände benötigt werden. Ansonsten gibt es nicht viel Neues, aber der Beruf ist insgesamt sehr gefragt durch die Schriften, Dunkelmondkarten, Verträge für mehr Ruf und weitere Verbrauchsgegenstände.
  • Juwelenschleifen: Um legendäre Gegenstände beim Runenmetz herzustellen, werden für Ringe und Ketten bestimmte Gegenstände vom Juwelenschleifer benötigt. Dieses sind also in Shadowlands sehr gefragt. Die Verarbeitung der Edelsteine hat sich in Shadowlands ebenfalls verändert.
  • Lederverarbeitung: Der Lederer stellt in Shadowlands die Grundrüstung her, die für legendäre Lederrüstung oder Kettenrüstung benötigt wird. Somit ist der Beruf wieder gefragt. In WoW Shadowlands sind beim Lederer außerdem die Rüstungsset wieder da. Spieler stellen zudem Trommeln her, die jedoch mit Shadowlands schwächer. geworden sind. Der Lederer versorgt insgesamt sechs Klassen mit Rüstungen.
  • Schmiedekunst: Auch die Schmiede stellen für die legendäre Plattenrüstung die Grundrüstung her. In Shadowlands sind außerdem die Gewichtssteine und Wetzsteine wieder da, die (konkurrierend zum Waffenöl) auf die Waffe aufgetragen werden können. Der Schmied kann Rüstungen für drei Klassen im Spiel stellen.
  • Schneiderei: Wie die Schmiede, Juwelenschleifer und Lederer, so stellt auch der Schneider die Rüstungen für die legendären Gegenstände her. Schneider können zudem einen 32-Platz-Behälter herstellen, aber ansonsten gibt es keine großartigen Veränderungen an diesem Beruf in Shadowlands.
  • Verzauberkunst: In Shadowlands haben Verzauberer eine sehr umfassende Überarbeitung erhalten. Mit dem Beruf können Spieler fast alle Ausrüstungsplätze eines Charakters verzaubern und sind zudem für die legendären Gegenstände sehr wichtig. Sowohl Schneider, Schmiede und Lederer benötigen Gegenstände des Verzauberers, um ihre Ausrüstung als Basis herstellen zu können.

Änderungen an den Sammelberufen in Shadowlands

Bei den Sammelberufen hat sich mit der neuen World of Warcraft Erweiterung nicht viel getan. Gefragt sind die Sammelberufe nach wie vor, da sie verschiedene Hauptberufe bedienen.

  • Bergbau: Der Beruf Bergbau bedient sowohl die Juwelenschleifer als auch die Schmiede, die für ihren Beruf viele Erze benötigen. Die Erze lassen sich aber auch sehr gewinnbringend im Auktionshaus verkaufen.
  • Kräuterkunde: Mit diesem Beruf bedient der Spieler die Berufe Alchemie und Inschriftenkunde. Diese zwei Hauptberufe gehören zu den wichtigsten Berufen in Shadowlands, sodass Kräuterkunde ebenfalls sehr gewinnbringend ist.
  • Kürschnerei: Obwohl die Kürschner nur den Beruf der Lederverarbeitung bedienen, so sind Leder, Felle und Co. dennoch eine sehr gute Einnahmequelle. Kräuterkunde und Bergbau sind deutlich verbreiteter als Kürschnerei und zudem müssen Tiere getötet und danach gehäutet werden – das steigert den Wert der Lederprodukte.

Welcher Beruf für welche Klasse in Shadowlands?

Falls ein Charakter den Beruf nicht anhand des Gold-Potenzials oder des Spaßes aussuchen möchte, sondern allein aufgrund der gespielten Klasse, so haben wir auch hierfür noch einen Tipp parat:

  • Alle Klassen: Alchemie, Ingenieurskunst, Inschriftenkunde, Juwelenschleifen, Verzauberkunst
  • Schurke: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Mönch: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Dämonenjäger: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Druide: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Jäger: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Schamanen: Lederverarbeitung und Kürschnerei
  • Paladin: Schmiedekunst und Bergbau
  • Todesritter: Schmiedekunst und Bergbau
  • Krieger: Schmiedekunst und Bergbau
  • Hexenmeister: Schneiderei
  • Priester: Schneiderei
  • Magier: Schneiderei

Welcher Beruf ist in WoW Shadowlands am besten?

Natürlich lässt sich diese Frage nicht einfach beantworten, denn es kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Wer beispielsweise einen Magier spielt, liegt mit Schneiderei nicht falsch und Schurken sind bei der Lederverarbeitung und als Sammelberuf Kürschnerei gut aufgehoben.

Dennoch geht es den meisten Spielern bei der Frage eher darum, wie viel Gold man mit welchem Beruf verdienen kann. Was lohnt sich in Shadowlands wirklich am meisten? Hier ist die Antwort leichter, wenngleich keine richtige Priorität aufgestellt werden kann.

Fakt ist, dass Alchemie die ganze Erweiterung lang gefragt sein wird, da Tränke, Fläschchen und Co. immer benötigt werden. Als Inschriftenkundiger werden die Schriften ebenfalls immer gefragt sein und Verzauberkunst wird durch die Verzauberungen ebenfalls die ganze Erweiterung von Shadowlands lang benötigt. Man könnte daher annehmen, dass zumindest diese drei Berufe in Shadowlands ganz gut ausgesorgt haben.

Vor allem zu Beginn der Erweiterung (aber durch Twinks und neue Spieler natürlich auch später noch) verdienen auch Juwelenschleifer, Schmiede, Lederverarbeiter und Schneider gutes Gold. Gerade Schneider und Schmiede dürften aber mit der Zeit schneller an Wert verlieren, da sie „nur“ drei Klassen bedienen und die Lederverarbeitung im Spiel für sechs Klassen Ausrüstung stellt. Einzig Ingenieurskunst ist ein Beruf, der nach wie vor nur für den eigenen Bedarf sinnvoll ist – und hier ordentlich Spaß machen kann, aber finanziell gesehen eher Ausgaben statt Einnahmen produziert.

Quellen:

https://mein-mmo.de/wow-shadowlands-berufe-guide/

https://wow.4fansites.de/shadowlands-legendaere-items.php

https://wow.4fansites.de/berufe.php