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Berühmte Esports-Organisationen, die nicht mehr existieren

Autoren-Bild Andrea Mertens März 17, 2022

Wir alle kennen die großen Esport-Organisationen, die mit ihren Teams im Rampenlicht stehen und massenweise Geld scheffeln. Doch es gibt auch jede Menge Organisationen, die mal sehr groß waren, aber die es aus verschiedenen Gründen nicht mehr gibt. Wir haben einen Blick auf vier Organisationen geworfen, die dieses Jahr als inaktiv gelistet sind und keine Teams mehr haben und schauen uns an, wie es dazu kommen konnte.

Echo Fox

Echo Fox ist eine etablierte Organisation in den USA, die vom ehemaligen NBA-Star Rick Fox gegründet wurde. Die Organisation hatte ein League of Legends und CS:GO Team, war aber vor allem für die vielen FGC-Stars bekannt, die sie unter Vertrag hatte. Die Geschichte von Echo Fox ist ist folgende: Die Organisation wuchs beständig, aber durch einen Vorfall ging alles den Bach runter.

Ein rassistischer Investor von Echo Fox namens Amit Raizada hatte den Eigentümer Rick Fox mit dem N-Wort beschimpft. Riot Games war empört und verlangte, dass Echo Fox alle Verbindungen zu Raizada abbricht. Das Problem dabei war, dass Echo Fox ihn nicht einfach so loswerden konnte, woraufhin die Organisation gezwungen war, ihren Platz in der amerikanischen LCS zu verkaufen. Kurz darauf verließen mehrere Spieler die Organisation und damit war das Abenteuer Echo Fox im Grunde beendet.

Samsung Galaxy

Samsung Galaxy wurde 2004 als StarCraft 2-Team gegründet. Das League of Legends-Team von Samsung Galaxy ist relativ erfolgreich. Obwohl es das Team erst seit vier Jahren gibt, hat es bereits große Erfolge erzielt. Der erste Erfolg war ein Jahr nach der Übernahme, Samsung Galaxy hatte zwei Teams White und Blue, und Team White gewann die League of Legends World Championship im Jahr 2014.

Im Jahr 2016, nach dem Zusammenschluss beider Teams, belegte Samsung Galaxy den zweiten Platz, und 2017 wurde es erneut Weltmeister in League of Legends. Nach diesem Gewinn kündigte Samsung an, das Sponsoring von Teams einzustellen, und damit war dann Ende im Gelände.

Copenhagen Wolves

Die Copenhagen Wolves waren ein Team aus Dänemark, das verschiedene Line-ups in Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends hatten. Aber im Sommer 2016 gab die Organisation bekannt, dass sie allen ihren Teams den Stecker ziehen würde. Der Grund dafür war, dass die Besitzer auch noch NiP und Astralis managten und ihnen eine dritte Organisation einfach zu viel wurde.

Die Copenhagen Wolves waren vor allem für ihr League of Legends-Team bekannt. Sie spielten eine Zeit lang auf dem höchsten Niveau in Europa. Obwohl sie selbst nie einen großen Preis gewonnen haben, haben sie eine Reihe von Spielern hervorgebracht, die später große Erfolge feiern konnten, darunter den dänischen Spieler Soren “Bjergsen“ Bjerg.

Auch das CS:GO-Team der Wolves gehörte eine Zeit lang zu den europäischen Spitzenteams. Zu den Höhepunkten gehörten das Halbfinale bei der Dreamhack Open 2015. Der beste CS:GO-Spieler, den die Copenhagen Wolves hervorgebracht haben, ist Lukas ‚Gla1ve‘ Rossander, der für auch für seine Zeit bei Astralis bekannt ist.

Wings Gaming

Wings Gaming ist eine chinesische Organisation, die im Jahr 2014 gegründet wurde. Damals bestand sie vor allem aus Ex-Spielern von Speed Gaming. In den Jahren 2014 und 2015 erlebte das Team hauptsächlich Enttäuschungen, aber 2016 kam der große Erfolg. Wings Gamings Glückssträhne begann in Manila, während der ESL One. Im Finale besiegte Wings Team Liquid mit einem stolzen 3:0.

Außerdem gewannen sie The Summit 5 durch einen Sieg über OG. Der große Erfolg kam jedoch während dem Mega-Turnier The International, als Wings Gaming eine Mannschaft nach der anderen besiegte und das Finale gewann. Das brachte den Spielern fast zehn Millionen Dollar ein. Im Jahr 2017 wurde die Organisation nach Gerüchten über nicht gezahlte Löhne aufgelöst.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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