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Battlefield 6: Ein Waffenaufsatz ließ RTX-50-Treiber abstürzen — Update 1.4.1.5 behebt es

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Zwei Wochen lang mussten Besitzer einer GeForce RTX 50 in Battlefield 6 einen alten Grafiktreiber installieren, um überhaupt spielen zu können. Seit dem 4. August ist das vorbei: Battlefield Studios hat Update 1.4.1.5 veröffentlicht, das den Treiberabsturz behebt.

Interessanter als die Behebung selbst ist allerdings, was in den Patch Notes über die Ursache steht. Es waren nicht nur die Wasserflächen, für die das Problem die ganze Zeit gehalten wurde.

Drei Auslöser, ein Absturz

Die offizielle Formulierung nennt drei voneinander unabhängige Situationen, in denen bestimmte Nvidia-Grafikkarten einen Treiberabsturz produzieren konnten:

AuslöserKontext
Aufsatzwechsel am SOR-300SCKarabiner, im Menü zum Anpassen der Waffe
Benutzerdefinierte SucheServersuche im Spiel
Karten mit großen Wasserflächeninsbesondere Tsuru Reef aus Season 4

Der erste Punkt ist derjenige, der die Community überrascht hat. Dass ein Waffenaufsatzmenü denselben Fehler auslöst wie eine großflächige Wasserdarstellung, deutet darauf hin, dass die Ursache nicht im Rendering von Wasser liegt, sondern eine Ebene tiefer — im Zusammenspiel zwischen der Ressourcenverwaltung von Frostbite und dem aktuellen Nvidia-Treiberstapel.

DICE hat die technische Ursache allerdings nicht offengelegt und auch nicht bestätigt, ob tatsächlich alle drei Auslöser auf denselben Fehler zurückgehen. Wer daraus eine konkrete Diagnose ableitet, spekuliert.

Wie es dazu kam

Die Abstürze traten erstmals nach dem Start von Season 4 auf, die am 21. Juli mit Update 1.4.1.0 erschien und mit Tsuru Reef die bislang größte Karte des Spiels brachte. Der zeitliche Zusammenhang legte den Verdacht auf die Wasserflächen nahe, und EA formulierte es zunächst auch so: Man untersuche ein Problem auf dem PC, bei dem es auf Karten mit großen Gewässern zu Treiberabstürzen kommen könne, Tsuru Reef eingeschlossen.

Parallel dazu spielte Nvidias Treiberversion 610.74 eine Rolle. Als Zwischenlösung empfahl EA, auf die ältere Fassung 596.49 zurückzugehen — eine Empfehlung, die für Besitzer einer aktuellen Karte spürbar unangenehm ist, weil man damit auch sämtliche Optimierungen für andere Spiele verliert.

Wie viele Karten betroffen waren, lässt sich nicht abschließend sagen. EA sprach von einem höheren Anteil an Meldungen aus dem RTX-50-Umfeld, verwendet im Changelog aber die breitere Formulierung „bestimmte Nvidia-GPUs“. Ältere GeForce-Modelle dürften also ebenfalls betroffen gewesen sein, nur seltener.

Was das Update sonst noch bringt

1.4.1.5 ist ausdrücklich als kleineres Update für Komfort und Zuverlässigkeit angelegt, hat aber ein paar Punkte, die spürbar sind.

Beim Zielen mit Scharfschützengewehren wurde nachgebessert, doppelt dargestellte Fadenkreuze verschwinden, und der Wechsel zwischen Primär- und Sekundärwaffe in Fahrzeugen funktioniert wieder korrekt. Auf Tsuru Reef wurde starkes Flackern in der Nähe von Ziel C behoben, und im Durchbruch-Modus erscheinen Spielfiguren beim PAX-Einsatz nun an der richtigen Stelle.

Im Battle-Royale-Bereich gibt es ebenfalls Korrekturen: Panzer bleiben nicht mehr betäubt, wenn man sie unmittelbar nach dem Ende einer Sabotage betritt, und der Beitrittston der Lobby wiederholt sich nicht mehr endlos, während eine Partie startet. In Portal-Sitzungen wurde die Synchronisierung von Nachschubkisten bei Wiederverbindungen verbessert.

Installiert wird das Update automatisch beim Start des Clients.

Zwei Wochen sind eine lange Zeit

Der eigentliche Kritikpunkt liegt weniger im Fehler selbst als in der Dauer. Ein Spiel, dessen Season gerade erst gestartet ist, war zwei Wochen lang für einen erheblichen Teil der PC-Spielerschaft nur mit einem veralteten Treiber sinnvoll spielbar. Das trifft ausgerechnet jene Kundengruppe, die für aktuelle Hardware am meisten bezahlt hat.

Fair bleibt trotzdem die Feststellung, dass solche Fehler selten sauber einer Seite zuzuordnen sind. Wenn ein Aufsatzmenü und eine Serversuche denselben Absturz erzeugen wie eine Wasserdarstellung, liegt das Problem in der Schnittstelle zwischen Spiel und Treiber — und dort arbeiten zwei Unternehmen, die beide etwas verändert haben. Dass die Suche nach der Ursache Zeit kostet, ist unter diesen Umständen nachvollziehbar.

Ärgerlich bleibt eher die Kommunikation. Die ursprüngliche Meldung nannte ausschließlich die Wasserflächen, obwohl mindestens zwei weitere Auslöser existierten. Wer wegen eines Absturzes im Waffenmenü nach einer Lösung suchte, fand über Tage hinweg nur Hinweise auf eine Karte, die er möglicherweise gar nicht gespielt hatte.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer den Treiber auf Version 596.49 zurückgesetzt hat, kann nach der Installation von 1.4.1.5 wieder auf einen aktuellen Stand wechseln — die Abstürze treten nach Angaben der Entwickler auch mit den neuesten Nvidia-Versionen nicht mehr auf.

Sollten weiterhin Probleme auftreten, lohnt vor jeder Fehlersuche der Blick darauf, ob das Update tatsächlich installiert wurde. Battlefield 6 lädt Aktualisierungen beim Clientstart, was bei einem laufenden Spiel im Hintergrund gerne einmal übersprungen wird.

Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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