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fabio | März 30, 2021

Astralis erreichen Tabellenspitze in EPL Gruppe D

Liquid, Astralis und Virtus.pro konnten wie erwartet die Playoffs der ESL Pro League Season 13 erreichen. Doch Virtus.pro, die Favoriten der Gruppe, mussten sich mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Nach der IEM Katowice schien es vorbestimmt, dass VP erneut die Spitze erklimmen würden. Dort hatten sie sich gegen Astralis und Team Liquid durchgesetzt, um im Finale gegen Gambit zu scheitern. Doch Gambit waren diesmal nicht von der Partie und so hätten Dzhami “Jame” Ali und seine Jungs eigentlich freie Fahrt haben müssen.

ASTRALIS MIT STARTSCHWIERIGKEITEN

Die Dänen hatten sich in den vergangenen Monaten mit milden Formproblemen rumgeschlagen. Das Team war zwar nie wirklich abgestürzt, aber ein Viertelfinal-Abschied bei der IEM Katowice entsprach sicherlich nicht ihren Vorstellungen. Somit hatten die Spieler einiges rauszuholen in der EPL Gruppe D, doch sie starteten den ersten Tag mit einer Niederlage.

Und das noch nicht einmal gegen einen der Favoriten! Auf einer einseitigen dritten Map konnten Evil Geniuses das dänische Powerhouse schlagen und sich selber ganz oben auf dem Leaderboard platzieren. Danach versagte das amerikanische Team aber, wogegen Astralis im weiteren Verlauf der EPL Gruppe D vier starke Match-Siege einfahren konnte.

Team Liquid stellten ihnen einiges entgegen und der 2-0 Score erzählt nicht die volle Geschichte. Denn auf beiden Maps zogen Gabriel “Fallen” Toledo und seine Jungs in die Nachspielzeit gegen die Dänen, versagten jedoch auf den letzten Metern. Damit war zumindest schon ein Favoritenteam der Gruppe überwältigt worden, aber auf Astralis warteten immer noch Virtus.pro, die zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Siege verbucht hatten.

ASTRALIS BESIEGEN DEN GROSSEN FAVORITEN

Lukas “gla1ve” Rossander verhalf seinem Team mit einer ungewöhnlich starken Performance zu einem 16-13 auf Inferno. Da konnte sogar Jame nicht mithalten und der Rest seines Teams verzeichnete negative KD-Differenzen. Auf Train gingen VP dann klar in Führung. Mit einem 11-4 starteten sie in die zweite Hälfte und waren sich ihres Sieges schon sicher. Dieser Übermut kam ihnen aber nicht gut, denn die Dänen holten die Runden langsam auf der CT-Seite zurück. Bevor Jame und Co. wirklich reagieren konnten, waren sie schon in der Overtime angekommen. Dort zogen die Teams zum 18-18 und später zum 21-21 gleich. In der letzten Runde gelang es Mareks “YEKINDAR” Gaļinskis jedoch, den Defuse durchzuziehen und Emil “Magisk” Reif daran zu hindern, eine weitere Overtime zu erzwingen.

Mit einem 25-23 gingen Virtus.pro also in die dritte Map und hatten dort die Chance, doch noch den Matchsieg zu erreichen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte auf Vertigo sahen ihre Chancen gut aus. Auf der T-Seite griffen Astralis jedoch durch und mit zwei Knife-Kills beendeten sie das Best-of-Three mit einem 16-9. Damit war sogar bereits das zweite Favoritenteam der EPL Gruppe D besiegt. Der Kampf gegen Endpoint und Fnatic bereitete ihnen kaum Probleme, womit sie ein 4-1 zum Abschluss der Gruppenphase erreichen konnten.

LIQUID UND VIRTUS.PRO ERREICHEN PLAYOFFS

Für die eigentlichen Favoriten des Brackets war das natürlich eine große Enttäuschung. Mit einem Sieg gegen Astralis hätten VP sich klar für den ersten Platz positionieren können, aber dieses Glück wurde ihnen nicht zuteil. Doch es kam sogar noch schlimmer für das osteuropäische Team.

Denn Team Liquid hatten ebenfalls Blut geleckt. Nach Siegen gegen alle schwächeren Lineups der Gruppe hatten sie lediglich zwei Overtime-Niederlagen gegen Astralis verschmerzen müssen. Fallen und Co. fühlten sich am letzten Spieltag besonders selbstbewusst, denn Virtus.pro hatten kaum eine Chance. Auf der ersten Map war es Jonathan “ELiGE” Jablonowski, der mit einem 1.60er Rating und 30 Kills ein 16-13 erzwang. Auf Vertigo drehte YEKINDAR plötzlich einen Gang auf. Mit einer ADR von 140 war er der eindeutige Top-Spieler der zweiten Map, aber sein Team zog nicht mit. Auf der anderen Seite war es erneut ELiGE, der ein zweites 16-13 für Liquid durchsetzen konnte.

Damit waren Virtus.pro geschlagen und auf den dritten Platz gedrängt. Liquid konnten sich – dank des Head-to-Head Vergleichs mit Astralis – nur auf den zweiten Platz hochspielen. Astralis dürfen nun in die Play-Ins weiterziehen, wo sie gegen Gambit antreten müssen. Für sie ist in jedem Fall die Top 6 sicher, doch mit einem Sieg gegen Abay “Hobbit” Khassenov und Co. könnten sie sich bereits im Halbfinale niederlassen.

Nun folgt jedoch erst einmal eine Pause für alle Teams. Die Playoffs-Teilnehmer können durchatmen, sich sammeln, und anschließend die Vorbereitung für das Bracket beginnen, welches insgesamt 12 Top Teams umfassen wird. Können sich Gambit, die Sieger der IEM Katowice, hier weiterhin durchsetzen? Oder werden sie im Kampf gegen Astralis bereits ihre erste Niederlage einfahren müssen?