Wer nach „Die Klauen von Awaji“ hoffte, dass Assassin’s Creed Shadows noch eine zweite Story-Erweiterung per DLC erhält, der wird wahrscheinlich bitter enttäuscht sein. Denn jüngst äußerte sich Game Director Simon Lemay-Comtois zum Thema und kündigte an, dass man bei Ubisoft beabsichtigt, im zweiten Jahr anders mit neuem Content umzugehen.
Ubisoft ändert Content-Strategie
Spieler der vergangenen Assassin’s Creed-Games sind es mehr oder weniger gewohnt, dass nach der Veröffentlichung meist noch zwei Story-Content-Updates folgen. Seinen ersten DLC hat Assassin’s Creed Shadows bereits mit „Die Klauen von Awaji“ bekommen. Ursprünglich war auch die Rede davon, dass man das Game um mehr Content erweitern wolle.
Aktuell genießen die Spieler einen In-Game-Event, der allerdings nur zeitlich begrenzt ist und am 22. Dezember 2025 endet. Im Rahmen der Kollaboration mit der Anime-Serie Attack on Titan bekommt ihr die Aufgabe, gegen einen Titanen zu kämpfen, der mit Hilfe eines mysteriösen Kults und Experimenten ins feudale Japan gelangt ist. Zum Event selbst und dessen Details haben wir vor kurzem bereits etwas für euch zusammengefasst.
Ob dies der Anfang von weiteren Events sein wird, ist bislang unbekannt. Was aber inzwischen sicher ist, ist dass Ubisoft angekündigt hat, seine Content-Strategie ändern zu wollen und so auf einen zweiten Story-DLC zu verzichten. Die Nachricht überbrachte Associate Game Director Simon Lemay-Comtois in einem Interview mit dem YouTuber JorRaptor.
Man habe zwar geplant, auch weiterhin Post-Launch-Inhalte ins Game zu integrieren und Verbesserungen mittels Update bereitzustellen, aber dabei handle es sich keineswegs um einen vollwertigen DLC, wie es bei den anderen Assassin’s Creed-Games gewesen sei.
Abwechslung sollen dagegen umfangreiche Updates bringen, die in Bezug auf ihre Größe ungefähr dem entsprechen, was Ubisoft mit Title-Update 11 ins Game gebracht hat und den Umfang des oben erwähnten In-Game-Events ähneln.
Bedenkt man an dieser Stelle, dass der erwähnte Event schon jetzt nicht besonders positiv von den Spielern aufgenommen wird, bleibt es abzuwarten, ob die neue Strategie wirklich aufgeht.
Updates in Häppchen-Form und mit mehr neuen Funktionen
Lemay-Comtois erläuterte, dass der Strategiewechsel vielleicht nicht jedem gefallen würde, dieser aber neue Möglichkeiten bieten könnte, um das Game besser zu machen. So würde beispielsweise über einen Koop-Modus diskutiert, den man unter dem Namen „League“ veröffentlichen möchte. Dies wiederum war ein Wunsch, den die Community geäußert hat.
Daneben sollen die Spieler neue Mechaniken und Inhalte erhalten, die jedoch weitaus kleiner ausfallen als man es bislang gewohnt ist.
In der Zukunft könne trotzdem alles passieren. Immerhin habe vor kurzem auch Assassin’s Creed Mirage einen kostenlosen DLC mit neuen Inhalten erhalten.
