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Assassin’s Creed: Millionenklage gegen Ubisoft nach Kündigung von Franchise-Boss Côté

fragster Maria Januar 19, 2026

Mehr als 20 Jahre war Marc-Alexis Côté bei Ubisoft für das Franchise Assassin’s Creed zuständig. Letztes Jahr im Oktober verließ er das Unternehmen und reicht nun sogar Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ein. Mehr über die Gründe haben wir nachfolgend für euch zusammengefasst.

Unzumutbare Arbeitsbedingungen führten zur Kündigung

Wenn jemand ein Unternehmen nach mehr als 20 Jahren Mitarbeit verlässt, fragt man sich unweigerlich, was vorgefallen ist. Dies war auch bei Marc-Alexis Côté so, der letztes Jahr im Oktober infolge einer Kündigung Ubisoft den Rücken kehrte.

Ursprünglich kümmerte er sich um die kreative Leitung der Marke Assassin’s Creed, musste diese Position jedoch im letzten Februar an jemand anders übertragen. Der Grund hierfür war die Gründung der Vantage Studios, einer Tochtergesellschaft von Ubisoft. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Côté seine Anweisungen stets von Ubisoft CEO Yves Guillemont erhalten. Doch sein Einfluss litt unter der Umstrukturierung und nahm immer mehr ab, weswegen eine Veränderung langfristig unumgänglich gewesen sei.

Côté wurde daraufhin seitens Ubisoft die Position des Leiters der Produktion angeboten, womit er jedoch dem zukünftigen Leiter des Franchise unterstellt gewesen wäre. Zwar hätte er weiterhin die Entwicklung von Marken wie Assassin’s Creed, Far Cry oder Rainbow Six überwacht, dennoch lehnte er die Position ab.

Um die Position selbst beizubehalten, hätte er seinen Arbeitsplatz von Kanada nach Frankreich verlegen müssen, was für ihn jedoch nicht infrage kam. Am Ende gab es für ihn nur noch die Wahl, die von ihm als Degradierung empfundene Stellung anzunehmen oder aber unfreiwillig das Unternehmen zu verlassen. Côté entschied sich schließlich für Letzteres.

In einem Gespräch mit Radio Kanada beschrieb Côté die Situation als unzumutbar und unterstellte Ubisoft, es sei zu einer „konstruktiven Entlassung“ gekommen. Er selbst sei nicht freiwillig aus dem Unternehmen ausgeschieden, für ihn seien die Arbeitsbedingungen in dem beschriebenen Zustand jedoch unzumutbar gewesen und somit hätte man ihm am Ende keine Wahl gelassen.

Letztes Wort ist noch nicht gesprochen

Nachdem Côté das Unternehmen verlassen hatte, wollte er es jedoch nicht dabei bewenden lassen. Dementsprechend reichte er eine Klage ein und verlangt seitens Ubisoft eine Zahlung in Höhe von 1,3 Millionen kanadischen Dollar (circa 806.000 Euro).

Darin enthalten ist neben einer Entschädigungszahlung in Höhe von 75.000 kanadischen Dollar auch die Zahlung von zwei Jahren Gehalt, die Côté in seiner ursprünglichen Position zugeständen hätte.

Ob die rechtlichen Schritte den Erfolg haben werden, den sich Côté davon verspricht, bleibt derzeit abzuwarten. Ubisoft hat selbst noch keine Stellung bezogen. Weder zum Vorfall selbst, noch zu der Klage, die gegen das Unternehmen eingereicht wurde. Wie wir inzwischen mitbekommen haben, scheint es im Hause Ubisoft jedoch ohnehin Schwierigkeiten zu geben. Zuletzt wurde nicht nur das Studio in Halifax geschlossen, das Unternehmen verlor zuletzt auch den Executive Producer Julian Gerighty an die Battlefield Studios.