Für ein Entwickler-Studio ist es niemals einfach, einen guten Ansatz zu finden, wenn es darum geht, ob ein Game Free-to-Play bleiben soll oder ob man stattdessen einen Vollpreis verlangt. Patrick Söderlund von den Embark Studios sprach über das Thema mit GamesBeat und gab zu, dass dem Entwickler diese Entscheidung bei weitem schwerer gefallen sei, als es den Anschein macht.
Weiter Weg zum Spielspaß
Um das richtige Rezept für ARC Raiders zu finden, gingen die Embark Studios einen weiten Weg. Zunächst war das Game als PvE-Shooter angelegt, doch erst mit der Wandlung zum PvEvP-Extraction-Shooter lockte es die ersten Spieler an. Gleichzeitig entschied sich das Studio, dass ARC Raiders kein Free-to-Play-Titel bleiben sollte. Hierbei orientierte man sich selbstverständlich an Titeln, die es bereits in der Branche geschafft hatten, darunter auch Helldivers 2.
Im Interview erklärte Patrick Söderlund, dass man sich die Entscheidung nicht einfach gemacht hätte. Viele Geschäftsmodelle seien diskutiert worden, bis man bewusst den Weg gegangen sei, ein Modell zu entwickeln, das für Spieler erschwinglich ist, das Game aber bewusst auf dem Markt positioniert. Gleichzeitig blieb bei einem Preis von 40 Dollar die Möglichkeit offen, am Konzept zu arbeiten.
Man wollte keinem der Spieler vor den Kopf stoßen, da das Game in erster Linie keine Kampagne aufweist und somit vielleicht für manche sogar etwas unfertig wirkt. Auf der anderen Seite war man sich zum damaligen Zeitpunkt schon sicher, dass man ARC Raiders sicherlich auch mit weiterem Content füllen wollte. Hierzu musste das Team sich jedoch für einen fairen Preis entscheiden und den Spielern einen ersten Eindruck liefern, der vielversprechende Eigenschaften in den Vordergrund stellt.
Man wollte ein Angebot erschaffen, das von der Community wohlwollend aufgenommen wird und gleichzeitig lohnenswert erscheint. Als die ersten Rückmeldungen eingingen und die Spielzeit zu sehen war, die viele der Spieler im Game verbrachten, gab dies dem Studio Recht. Denn die Nutzer begannen, den Wert des Spiels zu erkennen und das äußerst vielversprechende Potenzial.
Enge Zusammenarbeit mit der Community
Seit seiner Erscheinung haben die Embark Studios viel an ARC Raiders gearbeitet. Inzwischen gibt es ein aggressionsbasiertes Matchmaking, viele der Spieler sind zufrieden, sodass der Entwickler nach wie vor 90 Prozent der Spieler zählt, die mit dem Game angefangen haben und nach wie vor spielen.
Demnächst kommt das zweite Expedition Project und auch generell kommt das Studio seinen Spielern stark entgegen. So erhielten die Spieler, die kürzlich gegen Cheater verloren hatten, ihren gesamten Loot zurück. Immerhin möchte man ein Umfeld schaffen, in dem ein faires Spiel im Vordergrund steht.
