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AOC AGON PRO AGP327UZD: Tandem-OLED mit 480 Hz

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

AOC legt den AGON PRO AGP327UZD in einer technisch deutlich verbesserten Version neu auf. Der 31,5-Zoll-Gaming-Monitor setzt auf ein modernes Tandem-WOLED-Panel und kombiniert 4K-Auflösung mit 240 Hz. Für kompetitive Spiele lässt sich per Dual Mode auf Full HD und bis zu 480 Hz wechseln. Gegenüber der bisherigen Variante steigen zudem HDR-Helligkeit, Kontrast und Farbraumabdeckung.

Etwas Verwechslungsgefahr besteht allerdings beim Namen: Auch die überarbeitete Version heißt AGP327UZD. AOC bezeichnet das neue Modell auf dem chinesischen Markt als überarbeitete beziehungsweise Tandem-Version. Die grundlegende Dual-Mode-Ausrichtung bleibt erhalten, das verbaute OLED-Panel wurde jedoch deutlich aufgewertet.

Tandem-WOLED soll vor allem bei der Helligkeit zulegen

Herzstück der neuen Version ist ein 31,5 Zoll großes Tandem-WOLED-Panel auf Basis von LG Displays Primary RGB Tandem 2.0.

Das Panel arbeitet nativ mit 3.840 × 2.160 Pixeln und erreicht dabei bis zu 240 Hz. Werden für kompetitive Shooter höhere Bildraten bevorzugt, lässt sich die Auflösung auf 1.920 × 1.080 Pixel reduzieren. In diesem Modus sind maximal 480 Hz möglich.

Damit richtet sich der Monitor bewusst an zwei unterschiedliche Gaming-Szenarien.

MerkmalAOC AGON PRO AGP327UZD
Displaygröße31,5 Zoll
PanelTandem-WOLED
Auflösung3.840 × 2.160 Pixel
Bildrate bei 4Kbis 240 Hz
Dual Mode1.920 × 1.080 bei 480 Hz
Farbtiefe10 Bit
Reaktionszeit0,03 ms GtG
Kontrast1.850.000:1
DCI-P399,5 %
sRGB100 %
HDRDisplayHDR True Black 500

Für grafisch aufwendige Singleplayer-Titel stehen damit 4K und OLED-Bildqualität im Vordergrund. Bei Counter-Strike 2, Valorant oder anderen schnellen Esport-Titeln können Spieler stattdessen auf die deutlich höhere Bildwiederholrate wechseln.

Bis zu 1.500 cd/m² – allerdings nur bei kleinen HDR-Highlights

Besonders stark legt die Neuauflage bei der Helligkeit zu.

AOC gibt für eine vollflächige SDR-Darstellung 335 cd/m² an. Beim bisherigen Panel waren es noch etwa 275 cd/m².

Bei HDR-Inhalten nennt der Hersteller:

  • 335 cd/m² bei 100 % APL in SDR
  • 555 cd/m² bei 12,5 % APL in HDR
  • bis zu 1.500 cd/m² bei 1,5 % APL in HDR

Die oft genannte Spitzenhelligkeit von 1.500 cd/m² bezieht sich damit ausdrücklich auf sehr kleine helle Bildbereiche. Eine vollflächige Darstellung mit diesem Wert ist nicht vorgesehen.

Trotzdem ist die Steigerung gegenüber dem bisherigen Modell deutlich. Dort wurden maximal rund 1.300 cd/m² für kleine HDR-Flächen angegeben.

Passend dazu steigt die Zertifizierung von VESA DisplayHDR True Black 400 auf True Black 500.

Kontrast und Farbdarstellung ebenfalls verbessert

Auch bei der Bildqualität abseits der maximalen Helligkeit legt AOC nach.

Das statische Kontrastverhältnis wird mit 1.850.000:1 angegeben. Die Farbtiefe beträgt 10 Bit, während der DCI-P3-Farbraum zu 99,5 Prozent abgedeckt werden soll.

sRGB gibt AOC mit 100 Prozent an.

Im sRGB-Modus soll die durchschnittliche Farbabweichung zudem bei Delta E unter 1 liegen. Damit könnte der Monitor neben Gaming auch für Anwender interessant sein, die regelmäßig mit Bild- oder Videomaterial arbeiten.

OLED-typisch fällt die angegebene Grau-zu-Grau-Reaktionszeit mit 0,03 Millisekunden sehr niedrig aus.

Kleinere Bildfläche für kompetitive Spieler

Interessant für Esport-Spieler sind außerdem spezielle 24,5- und 27-Zoll-Modi.

Dabei wird nicht die komplette 31,5-Zoll-Fläche verwendet. Stattdessen kann der aktive Bildbereich verkleinert werden.

Das dürfte besonders für Spieler interessant sein, die bei kompetitiven Shootern näher am Bildschirm sitzen und klassische Esport-Größen bevorzugen.

AOC verbindet damit einen großen 4K-Monitor für normale Spiele mit einem kleineren virtuellen Display für schnelle Multiplayer-Titel.

Adaptive Sync inklusive G-Sync-Kompatibilität soll gleichzeitig Tearing reduzieren.

DisplayPort 2.1 mit UHBR20 und zweimal HDMI 2.1

Auch bei den Anschlüssen bewegt sich der AGP327UZD im High-End-Bereich.

AOC verbaut unter anderem:

  • 1 × DisplayPort 2.1 mit UHBR20
  • 2 × HDMI 2.1
  • 1 × USB-C mit DisplayPort Alt Mode
  • USB-C Power Delivery mit bis zu 65 Watt
  • 3 × USB-A
  • 1 × USB-B-Upstream
  • 3,5-mm-Kopfhörerausgang

DisplayPort 2.1 mit UHBR20 bietet dabei eine Rohbandbreite von bis zu 80 Gbit/s.

Ein integrierter KVM-Switch erlaubt zudem die Nutzung von Tastatur und Maus mit mehreren angeschlossenen Systemen. PiP und PbP sind ebenfalls vorgesehen.

Für den Ton besitzt der Monitor zwei integrierte 8-Watt-Lautsprecher.

Höhenverstellbarer Standfuß und VESA-Halterung

Der Standfuß lässt sich um 130 mm in der Höhe verstellen. Zusätzlich sind Neigung, Drehung und Pivot-Modus vorhanden.

Wer den Bildschirm an einem Monitorarm befestigen möchte, kann die integrierte 100 × 100 mm VESA-Aufnahme verwenden.

Ein ausziehbarer Kopfhörerhalter gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Gerade angesichts der Kombination aus 31,5 Zoll, 4K und OLED dürfte die flexible Positionierung sinnvoll sein – insbesondere dann, wenn zwischen klassischem Gaming und den kleineren Esport-Anzeigemodi gewechselt wird.

Deutschland-Release und Preis noch offen

Bislang wurde die überarbeitete Tandem-WOLED-Version des AGP327UZD vor allem für den chinesischen Markt vorgestellt.

Einen deutschen Preis oder konkreten Veröffentlichungstermin hat AOC noch nicht genannt.

Das ist auch deshalb relevant, weil bereits eine ältere Version unter derselben Modellbezeichnung auf internationalen AOC-Seiten geführt wird. Diese besitzt noch das bisherige WOLED-Panel mit geringerer Helligkeit und DisplayHDR True Black 400.

Interessenten sollten deshalb später genau auf die technischen Daten achten, falls der neue AGP327UZD auch in Europa erscheint.

Mit Tandem-WOLED, 4K bei 240 Hz, dem 480-Hz-Modus und DisplayPort 2.1 positioniert AOC die Neuauflage jedenfalls klar im oberen Segment der aktuellen Gaming-Monitore. Entscheidend wird nun vor allem sein, zu welchem Preis die neue Variante außerhalb Chinas auf den Markt kommt.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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