Image

Activision Blizzard – will das Unternehmen etwas verschleiern?

Autoren-Bild Andrea Mertens August 25, 2021

Die DFEH, kurz für California Department of fair Employment und Housing, ist die Organisation die gegen Activision Blizzard Klage eingereicht hat, weil in der Firma weibliche Angestellte schlecht behandelt und auch sehr schlecht bezahlt wurden.

Außerdem sollen die Frauen nur selten befördert worden sein und kaum Aufstiegschancen bekommen haben, wobei sie aber oft mehr arbeiten mussten als die männlichen Kollegen. Das ganze wird noch getoppt mit mehreren Fällen von sexuellem Missbrauch und Belästigung.

Versucht Activision Blizzard Dinge zu verschleiern?

Jetzt hat der Staat Kalifornien bekannt gegeben, dass sich Activision Blizzard angeblich weigern würde, bei den Untersuchungen zu kooperieren und sogar an mehreren Enden versuchen würde zu verhindern. Mittlerweile wurden die Untersuchungen erweitert und in der Klage wurden (wie von Axios zuerst berichtet) von der DFEH auch Sachen geändert, zum Beispiel wurden auch temporäre Arbeiter mit in die Klage aufgenommen und nicht nur Festangestellte.

Das kalifornische DFEH hat anscheinend“Dokumente und Kommunikationen die mit den Vorwürfen der Blizzard Angestellten zu tun haben“ angefragt. Aber wie es scheint hat Blizzard sich „geweigert“ mehrere wichtige Dokumente an die Behörde auszuhändigen.

Activision Blizzard hat behauptet, dass diese Dokumente „nicht existieren…..oder vertraulich seien weil Anwälte eingeschaltet worden seien was diese Vorwürfe und Untersuchungen anginge.“

Die DFEH hat auch behauptet, dass Activision Blizzard mehrere Dokumente und Aufzeichnungen nicht behalten habe, obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie behaupten außerdem, dass einige Unterlagen von dem Human Ressources Personal „geschreddert wurden“ oder 30 Tage nachdem man sich von einem Angestellten getrennt hatte „digital gelöscht“ wurden.

Laut dem kalifornischen Arbeitsrecht müssen solche Dokumente und Aufzeichnungen je nach Dokumentenart entweder für 2 oder 3 Jahre aufbewahrt werden.

Die Klage wurde erweitert

Eine Kopie der Klage wurde mittlerweile geupdatet. Der Klage wurde hinzugefügt, dass Kaliforniens Schutz gegen Harrassment und Diskriminierung nicht nur den „Angestellten“ gelte, sondern auch den „Zeitarbeitern“ die für das Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben. Deshalb wurde in der ganzen Klage das Wort „Angestellter / Angestellte“ durch „Arbeiter“ ersetzt.

Die Änderungen an der Klage kommen nur einen Monat nachdem die erste Klage vom Staat Kalifornien gegen Blizzard veröffentlicht wurde und dazwischen gab es auch noch News aus anderen Departments von Blizzard. Die anderen Departments gaben auch noch weitere Einblicke in die ungesunde Arbeitskultur des Spiele Entwicklers.

Die schlimmen Zustände bei Blizzard

Viele Arbeiter meldeten sich zu Wort und behaupteten, dass sie schlecht bezahlt wurden (anscheinend teilweise sogar nur 7$/Stunde) und ständig Überstunden machen mussten. Viele Angestellte wohnten auch noch oder wieder bei ihren Eltern oder in WGs weil sie sich keine eigene Wohung leisten konnten.

Das alles lief unter der Prämisse, das man sich ja „so glücklich schätzen könne bei einem Unternehmen wie Blizzard“ zu arbeiten. Außerdem stellte Blizzard anscheinend gerne Leute nur kurz mit Vertrag ein um eine Festanstellung zu vermeiden, damit sie ihnen keine Zusatzleistungen zahlen mussten.

Und als ob schlechte Bezahlung und lange Tage nicht schon schlimm genug wären, haben sich auch noch mehrere Leute gemeldet und berichtet dass das Unternehmen lgbtq+ feindlich wäre. Was für eine Firma.

Autoren-Bild

Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

Mehr Artikel von diesem Autor →