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Activision Blizzard testet generative KI für Diablo, WoW & Co

Autoren-Bild Andrea Mertens Mai 23, 2023

Stellt euch eine Welt vor, in der es keine Spielverzögerungen gäbe und die Entwickler ihre Titel oder DLC-Pakete häufiger veröffentlichen könnten, um den Anforderungen ihres Publikums gerecht zu werden. Klingt unmöglich? Davon träumt jedenfalls auch Activision Blizzard und führt dafür KI-Tests durch.

Mit dem Tool Blizzard Diffusion soll es bald möglich sein, die Fleißarbeit im kreativen Prozess der Spieleentwicklung zu beseitigen, damit man sich auf das wesentliche konzentrieren und lästige, sich wiederholende Arbeiten von der KI übernommen werden kann. Was steckt dahinter? Wir verraten es euch!

Die Spieleentwicklung mit KIs revolutionieren

Die meisten Spiele haben schon irgendeine Form von KI, die oft verwendet wird, um NPCs dabei zu helfen, auf den Spieler zu reagieren oder Entscheidungen in Spielen zu treffen. Blizzard will jedoch noch einen Schritt weiter gehen – das Unternehmen versucht, seinen kreativen Prozess zu beschleunigen, indem es einen eigenen Bildgenerator einsetzt, von dem die Chefentwickler glauben, dass er die Art und Weise, wie sie Spiele entwickeln, neu gestalten wird.

wow dragonflight

Dieses interne Tool nennt sich Blizzard Diffusion. Durch die Einspeisung von Assets aus ihren Titeln wie Diablo, World of Warcraft und Overwatch können die Entwickler von Blizzard angeblich Bilder und Konzeptzeichnungen erstellen, die dann verwendet werden können, um den kreativen Prozess in einer Branche zu beschleunigen, die so oft von Verzögerungen geprägt ist.

Probleme mit der KI

Der Publisher ist außerdem der Meinung, dass diese Tools dazu beitragen werden, sich wiederholende Aktionen im kreativen Prozess zu beseitigen und die Arbeit der Entwickler zu vereinfachen. Sie könnten dabei helfen, intelligente NPCs, Leveldesigns, Spielcodierung und Stimmenklonen zu erstellen und toxische Spieler in ihren Titeln schneller zu bestrafen, sagen sie.

Auch wenn es positive Aspekte gibt, vor allem, wenn es zu weniger Verzögerungen bei Spielen kommt, ist es schön, aber wie so oft gibt es auch eine Schattenseite. Es ist eine Debatte darüber entfacht, ob die Einführung einer KI zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte und wie diese Konzeptbilder Urheberrechtsprobleme verursachen würden. Wegen solcher ungeklärter Fragen ist die KI immer noch eine Grauzone.

Aber die Vorteile, die sich daraus ergeben, wenn man einige Aufgaben von einer KI übernehmen lassen würde, könnten die Nachteile überwiegen. Vor allem jetzt, wo es in der Esport- und Gamingbranche stellenweise Geldprobleme gibt, werden die Unternehmen versuchen, Kosten zu sparen, wo sie nur können.

Das Thema mit KIs wird in den nächsten Jahren nur interessanter, denn langsam sind sie schließlich schon so gut, dass sie Bilder faken und Gespräche führen können. Dann wird es bestimmt nicht mehr lange dauern, bis sie auch unseren Job in der Redaktion übernehmen können. Dann kann man nur noch hoffen, dass sie viel zu teuer sind!

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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