(www.f1.sti-clan.org)
fragster: Die F1-Saison ist mittlerweile weit fortgeschritten. Welche Unterschiede siehst Du im Momemt im Gegensatz zur ersten Saison des Events?
abgematzt: Im Gegensatz zur ersten Saison sind die meisten Fahrer der Top Fünf der Community bekannt. 15 Fahrer, die um die Pay out-Plätze kämpfen, machen die Sache erheblich spannender, als nur die besten drei Einzelfahrer im Auge zu haben. Die Rechnung mit dem Teamfokus ging also voll auf. Das einzige, was sich nicht verändert hat, ist der Fahrerschwund. Die meisten unterschätzen massiv den Aufwand, den auch ein Fahrer in der F1 absolvieren muss. Allerdings ist mir der Aufschrei der Fahrer, dass es viel Stress ist, immer noch schleierhaft in dieser Saison. Man bedenke, dass die Fahrer in der letzten Saison zu zweit in einem Team waren. Da kann man sich selbst vorstellen, was das an Stress für die Teams bedeutete.
Viele wünschen sich natürlich eine weitere Saison. Inwieweit ist das Orga-Team mit der laufenden Saison zufrieden und welche Umstände müssen für eine weitere Saison erfüllt werden?
abgematzt: Wir haben im Laufe der Saison noch einiges anpassen müssen. Zum einen sind uns selbst kleine Dinge aufgefallen, die wir geändert haben; zum anderen hat die F1-Community auf Fehler und Schwächen aufmerksam gemacht, die wir schnellstmöglich behoben haben. Das funktionierte tadellos und animiert zu einer Season 3. Die Gegenseite ist die schwachbesetzte Rennkommissions-Couch. Wir wollten zehn Commis haben, damit sich fünf immer am Wochenende abwechseln können, um auch dort den Stressfaktor zu reduzieren. Denn während der gemeine F1-Fahrer nach dem Rennen auf der Website nach dem Ergebnis guckt und sich dann anderweitig beschäftigt, sind die Commis vor der Quali und nach dem Rennen noch mit den Analysen und Auswertungen beschäftigt. Und das wichtigste: Sponsoren, damit das ganze bezahlbar ist. Die Streuwirkung einer Marke ist enorm in der F1 League, aber die Wirtschaftlichkeit eines Sponsorings innerhalb der eSport-Szene einer Firma nahezulegen ist sehr schwierig. Wenn uns dies nicht gelingen sollte, dann wäre die F1 am 11. März 2012 wirklich beendet.
Du castest bisher alle Rennen selbst. Hast Du öfter mit dem Gedanken gespielt, die Berichterstattung an andere weiterzugeben?
abgematzt: Du weißt selbst, was es bedeutet, eine Serie oder ein Event an mehr als einem Tag zu begleiten. Anders als bei Einzel-Events muss man in der F1 drin stecken und dort mitwachsen. Ich bin stolz auf meine Co-Caster; sie haben es alle geschafft, das F1-Gen anzunehmen und mit wirklich toller Zuarbeit und Co-Moderation den Zuschauer und mich durch den F1-Zirkus begleitet. Dennoch hast du nicht ganz unrecht: So wie ich es den Commis wünsche, dass dort Fluktuation herrscht, dass niemand überbelastet wird, so hege ich auch den Wunsch manchmal für mich. Denn auch ich bereite mich ca. zwei Stunden auf einen Cast vor, gehe noch die Fragen für den Interviewer durch, gucke mir die Originalstrecke nochmal an, ob ich etwas markantes vergessen haben sollte und teste die Technik. Da ich alles in dem Bereich allein mache, wäre auch dort eine gewisse Frequenz der Abwechslung wünschenswert.
