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Neben den Remakes alter Maps soll es auch einige neue geben

Counter-Strike: Global Offensive

ESL will die CS-Szenen mit CS: GO vereinen

Knapp einen Monat ist die Ankündigung von Counter-Strike: Global Offensive nun alt. Die große Frage ist, ob es dem Spiel gelingen kann, die CS 1.6- und CS:Source-Szenen zu vereinen. ESL-Chef Ralf Reichert erläuterte gegenüber fragster, warum er an den Erfolg von CS: GO glaubt und warum Europas größte Liga das Spiel unterstützen wird.

Geschrieben von Simon 'Rudi' Wondracek
, 07.09.2011, 14:45
 
ESL-Chef Ralf Reichert
ESL-Chef Ralf Reichert

Counter-Strike 1.6 ist zu alt und stirbt, Counter-Strike: Source hat seinen Vorgänger nie richtig ablösen können. So oder so ähnlich wird das Dilemma der beiden Taktik-Shooter gerne beschrieben. Tatsächlich rücken die beiden Shooter unter dem Erfolg von Starcraft 2 und League of Legends immer mehr in den Hintergrund. Die Hoffnung liegt nun auf Counter-Strike: Global Offensive, das – wenn es nach den Wünschen von ESL-Chef Ralf Reichert geht – möglichst beide Szenen wieder vereinen soll.

"Es hat neuere, schönere Grafiken, neuere Technologien, bessere Zuschauermöglichkeiten ... all das ist wahnsinnig wichtig, insbesondere für uns als eSport-Veranstalter. Zudem wird es auch auf der Konsole erfolgreich sein, was das Zuschauerpotenzial noch einmal vergrößert", argumentiert Reichert im bald erscheinenden Interview mit fragster.

Zwei Szenarien denkbar – Sieger soll aber immer CS: GO sein

Bei der ESL geht man von zwei möglichen Szenarien aus: Im besten Fall schafft es Counter-Strike: Global Offensive, die Szenen weitestgehend zu vereinen, wie es bei Quake 3 der Fall gewesen ist. "Das ist für mich ein wahrscheinliches oder mögliches Szenario, aber garantieren kann es keiner", so Reichert. Die andere Variante wäre eine Co-Existenz der drei Spiele, wie es im Moba-Bereich mit League of Legends, Heroes of Newerth und DotA zu beobachten ist. "Ich glaube, dass wenn dieses Szenario eintritt, sich Global Offensive trotzdem im eSport durchsetzen wird, einfach weil es der wichtige Refresh ist", meint der ESL-Chef.

Reichert, der selber Anfang August in Seattle gewesen ist, um Counter-Strike: Global Offensive anzutesten, zeigt sich von der dritten CS-Auflage überzeugt: "Es ist kein komplett neues Spiel. Es ist sehr, sehr nah an den beiden vorherigen Titeln angelegt, aber es hat bei mir einen sehr kompletten Eindruck hinterlassen. Es hat sich sehr echt und gut angefühlt, sowohl was die Grafik als auch die Abstimmung betrifft. In diesen Details liegt ja häufig die Krux für die Spielehersteller."

ESL will die Vereinigung der Szenen mit vorantreiben

Nach den positiven Eindrücken aus Seattle und der Hoffnung, den Taktik-Shooter-Bereich wieder richtig aufleben lassen zu können, erscheint es nur logisch, dass die ESL CS: GO vorantreiben will. "Für uns als eSport-Veranstalter ist es absolut in unserem Interesse, die beiden Communitys vereint zu sehen. Da können wir einen Teil zu beitragen und das werden wir auch versuchen", verspricht Reichert. Welche konkreten Auswirkungen Counter-Strike: Global Offensive auf die Ligen der ESL haben wird, ist derzeit noch offen. Das Spiel ist für Anfang 2012 geplant, ob es aber direkt für die EPS Summer Season 2012 reichen wird, ist zu bezweifeln.

Das Interview mit Ralf Reichert über die ZDF-Kooperation, DotA 2 & LoL, Counter-Strike: GO und Turtle erscheint in den kommenden Tagen auf fragster.de

  • Quelle: fragster-Interview mit Ralf Reichert
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