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Das Spielerprofil in Dota 2

Das Spielerprofil

Meine Spiele, meine Siege, meine Helden

Vor gut einer Woche führte Valve das individualisierte Spielerprofil ein. Icefrog und sein Team haben sich Mühe gegeben, mit Dota 2 das zu bieten, was der Vorgänger vermissen ließ. Das Ergebnis ist simpel, aber beachtlich.

, 29.01.2012, 10:35
 

Als Modifikation von Warcraft 3 konnte der erste DotA-Teil natürlich kein Spielerprofil bieten. Diesen Nachteil kann der Nachfolger als eigens entwickeltes Spiel ausräumen. Mit dem vor einer guten Woche aufgespielten Patch tat Valve das auch und gab den Betatestern ihr eigenes Profil. Wie gut ist es?

Reduziert auf das Wichtigste

Das Spielerprofil in Dota 2
Das Spielerprofil in Dota 2

Beim ersten Blick auf das neue Spielerprofil fällt auf: Informationen im ganz großen Stil bietet die Übersicht nicht. Anders als beispielsweise im Spielerprofil von Starcraft 2 werden nicht etliche Erfolge (z.B. für 50, 100, 200 gespielte Partien) angezeigt. Klar, ein solches Modell, in dem Spieler für Nebensächlichkeiten "belohnt" werden, gibt es in Dota 2 nicht. In seiner Übersichtlichkeit hält sich das Dota 2-Profil eher an das der Warcraft 3-Spieler. Das motiviert, auch tatsächlich mal Profile seiner Mitspieler oder Gegner anzuklicken.

Helden, Helden, Helden

Die Helden sind der Mittelpunkt des Spiels – und deshalb auch des Profils. In einer kurzen Liste werden die zuletzt gespielten Charaktere aufgezählt. Aus dem Zentrum des Profils beobachten einen die Helden, mit denen der Spieler am erfolgreichsten war. Diese Anzeige individualisiert das Profil – lässt sich daran doch ablesen, zu welcher Art von Spieler dieses Profil gehört.

Wie erfolgreich ein Spieler bisher war, ist in der rechten oberen Ecke zu sehen. Dort findet man eine Erfahrungs- und Levelleiste, die in der Beta noch außer Funktion ist – mit der Einführung der Ladder aber höchst relevant werden dürfte. Auffällig ist: Es wird die Zahl der Siege, nicht aber der Niederlagen angezeigt. Mag dies dem einen oder anderen Spieler auch gefallen – um Mitspieler besser einschätzen zu können, sollte auch die Zahl der Niederlagen hinterlegt sein.

Höchste Praktikabilität

Perfekte Einbindung der Replays
Perfekte Einbindung der Replays

Die bisher geschilderten Eigenschaften des Profils sind nett – aber nichts Besonderes. Herausragend hingegen ist die Hinterlegung der bisher gespielten Partien. Ein Klick auf den Reiter "Game History" zeigt eine Liste aller gespielten Partien. Die hinterlegten Informationen sind umfangreich: So kann man mit einem Klick auf alle Statistiken einer Partie zugreifen. Ein Button "Aufnahme herunterladen" gewährt direkten Zugang zu den Replays. Derart praktikabel wurden Replays selten eingebunden. Icefrog und sein Team haben sich an dieser Stelle für die User-Freundlichkeit entschieden. Aber auch für absolute Transparenz. Dem Einen oder Anderen könnte es unlieb sein, dass sogar die exakte Uhrzeit jeder gespielten Partie gespeichert wird und für jeden sichtbar ist.

Commendations

"Commendations" sollen an einem Problem der MOBA-Titel arbeiten: dem teils unfreundlichen Verhalten der User. Das neue Spielerprofil zeigt vier kleine Icons an – freundlich, vergebend, lehrreich, Führungsverhalten. In diesen Kategorien können Spieler bewertet werden. Anhand der Kriterien ist erkennbar, wie verträglich ein Spieler ist. Die Commendations-Idee ist gut, entfaltet sich aber nur dann, wenn die User sie reichlich nutzen. Eine negative Beurteilung wird im Profil nicht hinterlegt.

Fazit: Dota 2 bietet im Gegensatz zu DotA nicht nur überhaupt ein Profl, sondern sogar ein sehr gutes. Valve stattet es mit Individualität, Übersicht und Praktikabilität aus. Es bleibt zu hoffen, dass die Chaträume noch eine Überarbeitung erfahren – bestenfalls mit prägnanter Einbindung des Profils. Denn dieses verdient mehr Aufmerksamkeit, als es aktuell erhält.

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