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eSport-Doku: Bubble Universe 2, Teil 7 Spieler wehren sich
"Ich muss gestehen, ich sammle Messer", sagt CS:S-Spielerin Jeannine 'Playmate' Brand. "Aber ich habe jetzt nicht vor, irgendwelche Leute damit niederzustechen." Sie ist eine von vielen Computerspielerinnen und -spielern, die sich von der Politik, welche seit den Amokläufen in deutschen Schulen gerne von "Killerspielen" spricht, bevormundet fühlt. In CS:S selbst sei eine AK47 für sie keine Waffe, sondern ein "Mittel zum Zweck". Playmate war eine der Teilnehmerinnen der Demonstration in Berlin, organisiert von der Piratenpartei.
Die siebte Folge von Bubble Universe zeigt Computerspieler, die sich organisieren und für ihr Hobby auf die Straße gehen. "Ich verwende das Wort 'Killerspiele' bewusst nicht", sagt Jörg Tauss von der Piratenpartei. "Ich finde auch den Spruch 'Ich wähle keine Spielekiller' als Wortspiel in die andere Richtung sehr schön." Die Absage des IFNG Stuttgarts sei unter dem unmittelbaren Eindruck von Winnenden "möglicherweise zu rechtfertigen" gewesen. "Karlsruhe kritisiere ich heftig, auch, dass der Veranstalter sich auf die Absage einließ." Im März und Juni 2009 konnten zwei Intel Friday Night Games nicht ausgetragen werden. Tauss wünscht sich, dass die Gamer noch "ein Stück weit politischer" werden. "Es geht hier nicht um ein Spielchen. Es geht darum, dass hier eine Szene kriminalisiert und bevormundet werden soll. Das ist in einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft in dieser Form nicht hinnehmbar", sagt er weiter. "Es sind mehr Leute gekommen, als ich persönlich gedacht habe", sagt Playmate am Rande der Demonstration. "Es bringt ja nichts, wenn man Zuhause nur meckert. Man muss schon was tun. Da reicht zum Beispiel schon eine Unterschrift bei einer Petition."
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